Wiesen-Kuhschelle im Biosphärenreservat Südost-Rügen | Foto: Bildarchiv Biosphärenreservat Südost-Rügen

Die Rückkehr einer seltenen Schönheit

Wiesen-Kuhschelle breitet sich im Biosphärenreservat wieder aus

Wegen ihrer behaarten Stängel wird sie im Volksmund auch Hexenbesen oder Teufelsbart genannt. Wegen ihrer Blütenglocke halten manche sie für einen Unglücksbringer, andere für eine Glücksbotin. Es mag auch ihre dunkelviolette Farbe sein, die sie in zahlreiche Sagen eingeschrieben, hat. Wenn wir heute zufällig eine Wiesen-Kuhschelle entdecken, spüren wir sofort, dass es sich um eine seltene Schönheit handelt. Umso schöner, dass die Mitarbeiter des Biosphärenreservates Südost‐Rügen nun herausgefunden haben, dass es auf Rügen mittlerweile fast 7.500 Exemplare der geschützten Art gibt.

In der Roten Liste Mecklenburg‐Vorpommerns wird die Wiesen‐Kuhschelle in der zweithöchsten Gefährdungskategorie als „Stark gefährdet“ geführt. Bereits seit dem Jahr 2017 erfolgt im Biosphärenreservat Südost‐Rügen im Rahmen eines Monitorings eine jährliche Erfassung der Vorkommen der Wiesen‐Kuhschelle in den Dünenbereichen von Sellin bis Göhren. Im ersten Erfassungsjahr wurden 4.500 Exemplare gezählt.

Die Bestände konnten sich seither positiv entwickeln. Dazu haben diverse Pflegemaßnahmen in den Dünenbereichen geführt, die das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern gemeinsam mit den Kurverwaltungen der Ostseebäder durchgeführt hat. Regelmäßig werden neu aufwachsende Gehölze und Sträucher entfernt, zudem wird einmal pro Jahr, und zwar zu einem späten Zeitpunkt gemäht. Von diesen Maßnahmen profitiert die an trockene und nährstoffarme Standorte gut angepasste, aber relativ konkurrenzschwache Wiesen‐Kuhschelle deutlich.

Neben der Wiesen‐Kuhschelle konnten in den untersuchten Dünenbereichen weitere schützenswerte Arten wie der Braunrote Sitter, die Heidenelke und die Stranddistel festgestellt werden.

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