Mit einem Kraftort-Ranger auf Tour

Dr. Ralf Marius Bittner führt Gäste durch den Park in Putbus

Für Dr. Ralf Marius Bittner sind Landschaften wie heilige Tempel – Plätze, die auf den Menschen wirken, Emotionen auslösen, Gelassenheit und Kraft schenken. Ich treffe den 67-Jährigen zu einem Spaziergang im Schlosspark in Putbus. Gleich zu Beginn greift der Mann mit dem braunen Ranger-Hut in die Tasche seiner wetterfesten Jacke und reicht mir daraus eine Handvoll Kräuter. „Als Geschenk für die unsichtbaren Wesen im Park“, kommentiert er diese Geste. Gemeinsam streuen wir die Gaben auf den Weg und unsere kleine Reise beginnt.
Ralf Marius Bittner ist Kraftort-Ranger. So steht es auf seiner Visitenkarte. Seit vielen Jahr führt und begleitet er Menschen in besonderer Weise, meist unter freiem Himmel. Bevorzugt arbeitet er hierfür an zwei Orten auf der Insel: dem Schlosspark in Putbus und dem Friedensberg in Sellin. Dabei geht es nicht nur um den Gesundbrunnen Natur, ihre wilde Schönheit und interessante Sehenswürdigkeiten entlang der Wege, sondern vor allem auch um die inneren Landschaften seiner Gäste. „Die Natur und besonders Bäume haben den Vorteil, dass sie nicht widersprechen, angreifen oder weglaufen. Es sind vielmehr Freunde und Wegweiser“, so der Coach.“Kraftorte strahlen ganz besondere Frequenzen aus“, erklärt er. „Diese können auf Blockaden im Körpersystem reagieren.“ Wie sich das äußert? „Verschieden“, so Ralf Marius. „Menschen erinnern sich, lachen, weinen, reden über das, was sie bewegt oder auch festhält. Andere werden ganz still.“
Mag auch nicht jeder seine spirituelle Weltsicht teilen, der Mann versteht etwas von Frequenzen und Schwingung. Bittner studiert Geophysik in Kiel. Er promoviert in diesem Fach, bevor es ihn 1991 auf die Insel Rügen zieht. Hier verbindet er Geo- und Metaphysik mehr und mehr zu einer eigenen Weltenschau. Mit Pendel und Rute vermisst er 2006 an der Seite von Wolfgang Stark den Friedensberg in Sellin, findet Hinweise auf geomantische Strömungen. Für die Männer steht fest, dass sich auf dem Friedensberg in grauer Vorzeit die Germanische Ratsversammlung traf, um Gericht zu halten und um den Frieden zu wahren. Und so hätte sich denn auch der Name bis heute erhalten: „Friedensberg“.
Bittner bietet regelmäßig Führungen über den Friedensberg an, arbeitet hier mit der Kurverwaltung zusammen. Auch zwei Romane sind von ihm erschienen: zu Putbus und zum Friedensberg in Sellin.

Infos auch unter:
www.rambarts.de

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