Digitalprojekte gestartet

Deutsches Meeresmuseum stellt sich für die Zukunft auf

Im Jahr 2021 starteten am Deutschen Meeresmuseum drei vom Bund geförderte Digitalprojekte. Bis die Ergebnisse den Museumsgästen und der Forschungsgemeinschaft zugutekommen, spielt die Erprobung innovativer Technologien und die Analyse neuester Daten eine entscheidende Rolle.

„Aktuell fertigen wir hochauflösende Fotografien, 360°-Bilder und 3-D-Scans an, um zu testen, wie dieses Material zur Digitalisierung von Fischpräparaten, Korallenfragmenten sowie Skeletten von Säugetieren und Vögeln etabliert werden kann“, sagt Dr. Timo Moritz, Leiter der Abteilung Wissenschaft am Deutschen Meeresmuseum. Ziel des Projektes „Meeressammlungen online“ ist zudem die großen und vielfältigen Sammlungen im Hintergrund der Ausstellungen des Deutschen Meeresmuseums für externe Forscherinnen und Forscher sowie die breite Öffentlichkeit online zugänglich zu machen.

Mit dem Teilprojekt „(Digital) MEER erleben“ beteiligt sich das Deutsche Meeresmuseum am bundesweiten Projekt „museum4punkt0“. In Zusammenarbeit mit der Wiener Firma „Fluxguide“ entsteht für das OZEANEUM ein
interaktives Navigations- und Informationssystem. „Es soll die Orientierung optimieren und für Museumsgäste – angepasst an individuelle Interessen – Wissenswertes, Aktuelles und Kurioses bereithalten“, erklären Anke Neumeister und Karsten Goletz vom Projektteam. Gemeinsam mit dem „Cologne Cobots Lab“ der TH Köln wird erforscht, wie Roboter, die auf künstlicher Intelligenz basieren, in der Gäste­betreuung eingesetzt werden können.

Neben klassischen Präparaten und Aquarien bilden im modernisierten MEERESMUSEUM zukünftig digitale Module spannende Kontraste zum historischen Ambiente. „Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellen wir neueste Satellitendaten zusammen, um in einer Licht-Ton-Produktion mehr über das >Netzwerk Ozean< zu vermitteln“, sagt Projektleiterin Dr. Dorit Liebers-Helbig. „Auf einem großen Globus werden die Ozeanografie und Meeresströmungen unseres Wasser­planeten vorgestellt.“ Zwei weitere digitale Module zeigen Urzeit-Aquarien – originale Fossilien in Verbindung mit Hologrammen – und einen Blick in die Zukunft von Aquarien.

Weitere Informationen:
deutsches-meeresmuseum.de

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