In Baabe blüht und summt es wieder

Mönchguter Imker und die Kurverwaltung führen Projekt weiter

Was im Jahr 2019 erfolgreich begann, findet in diesem Jahr eine Fortsetzung: „Baabe summt“. Vor zwei Jahren hat die Kurverwaltung Baabe insektenfreundliche Wiesen anlegen lassen. Das lasen auch Maud und Marco Baumgarten von der Mönchguter Imkerei. „Wir haben unser Pilotprojekt ,Helfen Sie den Bienen – Bienen mieten mit Imker’ im gleichen Jahr gestartet. Da wir wussten, dass Baabe keinen Imker hat, haben wir die Tourismusdirektorin Uta Donner angerufen. Wir haben sie darauf hingewiesen, dass Baabe zwar blüht, aber noch nicht summt“, erinnert sich Marco Baumgarten. „Da Baabe und unser eigenes Projekt die gleichen Ziele verfolgen, haben wir dann ein Treffen vereinbart und unsere Vorstellungen und Möglichkeiten abgesprochen.“ Mit Erfolg. „Die Kurverwaltung hatte Interesse, das Projekt langfristig aufzustellen. Da war es naheliegend, dass ein Mitarbeiter in die Bienenhaltung als „BBB“ (Baaber-Bienen-Beauftragter) eingearbeitet wird. So hat sich Torsten Böhm ganz unerschrocken freiwillig gemeldet und von Anfang an engagiert an den Bienenvölkern mit uns zusammengearbeitet und Erfahrungen gesammelt.“
Marco Baumgarten ist begeistert, dass Baabe durch die Aktion der Kurverwaltung den ganzen Sommer über blüht und so den Bienen ganzjährig Nahrung bietet. „Im Ort selbst gibt es viele Gärten und private Grünflächen, die den Bienen Tracht (Nahrung) bieten.“ Er ist sich sicher, dass Gartenbesitzer am Ertrag ihrer Obstbäume und des Gemüsegartens einen Unterschied zu früher merken. Das kann auch Torsten Böhm bestätigen. Sein Pfirsichbaum trägt mehr Früchte als in den vergangenen Jahren. „Um Baabe herum gibt es darüber hinaus im Wald große Flächen Blaubeeren, die im Frühjahr den Bienen gut Nektar spenden. So nützt die Bienenaufstellung sowohl dem Menschen als auch der nicht bewirtschafteten Natur“, freut sich Imker Baumgarten. Allerdings müssen die Bienen in diesem Jahr umziehen. An dem bisherigen Aufstellungsplatz am Friedhof sind Baumaßnahmen geplant. Ihr neues Zuhause – Bienen lieben es windgeschützt und sonnig – haben sie am Ortseingang von Baabe in der Nähe des Kleinbahnhofs.

„Der Honig wird für Baabe als lokale Spezialität abgefüllt und ist ein beliebtes Mitbringsel“, weiß Marco Baumgarten.
Erhältlich ist die süße Leckerei dann wieder in der Baaber Kurverwaltung.

Das Imkerpaar freut sich über das Interesse an ihrem Projekt, mit dem Ziel, eine flächendeckende Bienenhaltung aufzubauen. Denn neben der Kurverwaltung Baabe gibt es weitere Firmen, die sich für eine ordentliche Bestäubung der lokalen Kulturpflanzen stark machen. „Als Erstes hat sich die Bergener Firma RHT (2019) als Beitrag für den Naturerhalt und die Bienenförderung in unserem Bienenprojekt engagiert und hält uns bis heute die Treue. Nach Baabe im Frühjahr 2020 ist im Herbst das Hanseatic Hotel in Göhren mit in das Bienenprojekt eingestiegen. Sie wollen ebenfalls etwas für die Natur tun und darüber hinaus ihren Gästen ein lokales Produkt – quasi in Eigeninitiative – anbieten können. Im Frühjahr 2021 stehen die ersten Bienen unter der Schirmherrschaft der Kurverwaltung Middelhagen im Ort und werden fleißig dort ihre Arbeit verrichten. Ebenso stehen im Rahmen unseres eigenen Lebensumfeldes und der Imkerei Bienen in Gager und Groß Zicker (Schäferei Westphal). Damit ist das erste Projektziel erreicht und das Mönchgut – was die Bestäubung betrifft – wieder versorgt.“ Maud und Marco Baumgarten hoffen, dass sie diese Unterstützungstendenz für die Natur und Insektenwelt weiterentwickeln können.

Weitere Informationen:
www.baabe.de
kontakt@imkerei-baumgarten.de

Die junge Frau am Waschstein

Eine Jasmunder Erzählung aus dem Sagenkreis rund um den Kreidefelsen Königsstuhl

weiter

Begabter Himmelsvogel – die Feldlerche

Immer seltener werdende Art bereits zum wiederholten Mal Vogel des Jahres

weiter

Bei Schnecken scheiden sich die Geister

Ökologisch bedeutend, bei Feinschmeckern beliebt – und von Gärtnern gehasst

weiter

Der Grüne Knollenblätterpilz

Pilzsammler sollten immer Vorsicht walten lassen vor dem sehr giftigen Pilz des Jahres 2019

weiter