Es wird Meer

Schnell noch mal hin! MEERESMUSEUM wird ab 2021 umfassend saniert

Wer an das MEERESMUSEUM in Stralsund denkt, dem fallen sofort das riesige Finnwalskelett im Chor der Katharinenhalle ein, der mächtige Eisbär, Schiffsmodelle und Konserven sowie viele bunte Fische und Schildkröten in den Aquarien im historischen Gewölbekeller. Am 1. Januar 2021 schließt das MEERESMUSEUM nun für eine voraussichtlich zweijährige Modernisierung. Gäste können sich dann auf zahlreiche Neuerungen, aber auch auf liebgewonnene Traditionen freuen.

Das MEERESMUSEUM in Stralsunds Altstadt hat seit 1951 sein Domizil im ehemaligen 1251 gegründeten Dominikaner­kloster St. Katharinen. Es ist somit der älteste Standort der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. Von 1972 bis 1974 erfolgte eine umfassende Sanierung der Katharinenhalle, während dessen auch das außergewöhnliche Stabwerk eingebaut wurde. Dadurch entstanden drei Ebenen, die es ermöglichten, umfangreiche Ausstellungen im Museum zu installieren. Die letzte große Erweiterung des Standortes am Katharinenkloster liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück. Ab 2021 soll das Museum nun auf einer Nutzfläche von 7.500 m² modernisiert werden. Die Vorbereitungen dafür werden bereits seit einiger Zeit getroffen. Geplant sind neue, raumhohe Vitrinen und originalgroße Installationen von Meerestieren in den Ausstellungen, ein beeindruckendes Großaquarium mit Riff, ein digitaler Globus über meereskundliche Themen und ein neugestaltetes Eingangsfoyer. Die Aquarien im Gewölbekeller des Klosterkomplexes werden vollständig überarbeitet, sodass die Besucherinnen und Besucher sich dort zukünftig auf eine Reise durch die Meere entlang des Äquators begeben können. Besonders beliebte Exponate wie die Lederschildkröte „Marlene“ und das berühmte Finnwalskelett sind auch nach der Modernisierung zu sehen. Und auch die Meeresschildkröten können weiterhin in einem 350.000-Liter-Aquarium beim Schwimmen und Fressen beobachtet werden. Die Ausstellungsplanung wird gegenwärtig mit Ausstellungsgestaltern des Münchner Büros „Die Werft“ erarbeitet.

Im Herbst 2017 gewann das Stuttgarter Büro „Reichel Schlaier Architekten“ den europaweit ausgelobten Architektenwettbewerb zur Modernisierung des MEERESMUSEUMs. Sein Entwurf überzeugte durch den sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz und mit selbstbewusster neuer Architektur – einem Spagat zwischen Denkmalpflege im Welterbe und den Anforderungen an ein modernes Museum mit seiner über Jahrzehnte gewachsenen Identität. Nachhaltiges Bauen steht dabei im Vordergrund, auch bei der energetischen Sanierung der Aquarien. Zudem wird es für die Gäste viele Verbesserungen geben, die den Museumsaufenthalt noch angenehmer machen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die vollständige Barrierefreiheit. Die Kosten für die Baumaßnahme betragen rund 40 Millionen Euro. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt die Modernisierung für den Bund mit circa 20 Millionen Euro. Im gleichen Umfang fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern das Projekt. Die Hansestadt Stralsund beteiligt sich mit der Zustiftung eines Grundstücks im Wert von knapp 70.000 Euro.

Weitere Informationen:
Tel.: 03831/2650210
www.meeresmuseum.de

 

MEERESMUSEUM
Eingang: Ecke Mönchstr./Bielkenhagen, 18439 Stralsund
täglich 10 bis 17 Uhr

Ebenfalls einen Besuch wert:
OZEANEUM
(am besten gleich ein Kombiticket kaufen)
Hafenstraße 11, 18439 Stralsund
täglich 9.30 bis 18 Uhr
Tel.: 03831/2650610 · www.ozeaneum.de

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