Ausflugsziel Stadthafen Sassnitz

Fischerei und Vergnügen liegen hier nah beieinander

Die längste Außenmole Europas befindet sich in Sassnitz. Sie ist 1.400 Meter lang und an ihrem Ende befindet sich ein kleiner Leuchtturm. Doch es ist nicht diese Attraktion allein, die einen Besuch im Stadthafen lohnend macht. Es sind doch immer die Häfen, die das Inselgefühl vermitteln. Dieses Gefühl der großen weiten Welt, das auch mit einer gewissen Leichtigkeit verbunden ist – das kann man auf Rügen nur hier erleben. Es funktioniert in kleinen Häfen, wie in Schaprode, wo die Schiffe nach Hiddensee ablegen – doch noch viel besser funktioniert er in Sassnitz. Hier legen heute vor allem die Ausflugsschiffe ab, die nach Kap Arkona und zu den Kreidefelsen fahren.
Der internationale Fährbetrieb wurde schon vor mehr als 10 Jahren nach Mukran verlegt. Noch kurz nach der Wende checkte man im sogenannten Glasbahnhof ein, doch die großen Pötte, sieht man heute nur noch in der Ferne vorbeigleiten. Das Fernweh bringen sie trotzdem herbei. Wer früh genug aufsteht kann im kleinen Stadthafen, der von Kuttern gesäumt wird, frischen Fisch einkaufen von wortkargen Männern, die auch überhaupt nicht gerne fotografiert werden.
Der Fisch ist großartig und viel zu preiswert – darum sollte man großzügig mit der pommerschen Sturheit umgehen. Der Charme des Sassnitzer Hafens liegt auch darin begründet, dass „richtige“ Arbeit am Meer sich hier mit dem touristischen Vergnügen mischen. Hier wird Fisch angelandet und verarbeitet. Restaurants und Kneipen säumen die Promenade. Galerien mir maritimen Souvenirs und schönem Kunsthandwerk erwarten ihre Besucher und hungrige Menschen kämpfen mit den Möwen um ihre Fischbrötchen. Diese werden von ausgedienten Kuttern verkauft und schon der Kauf ist ein kleines Abenteuer, denn man muss aufpassen, dass das Wechselgeld nicht ins Wasser fällt.
Über eine spektakuläre Hängebrücke gelangen Fußgänger von der Hauptstraße aus direkt in den Hafen, begleitet von einer großartigen Aussicht. Wer mit dem Auto nach Sassnitz reist, der kann bequem ins Parkhaus fahren, das direkt am Hafen erbaut wurde. Der Stadthafen bietet viel – hier kann man sich einen ganzen Tag lang aufhalten. Es beginnt im Süden mit der Erlebniswelt U-Boot, einem echten englischen U-Boot, das besichtigt werden kann. Im früheren Bahnhof befindet sich ein Bäckereicafé mit coolen Sitzmöglichkeiten im Freien, die Ostseeblick bieten. Das Museumsschiff „Havel“ liegt gegenüber dem Fischerei- und Hafenmuseum. Es ist der letzte 26 Meter Kutter der Sassnitzer Flotte und wurde originalgetreu restauriert. Einst waren es 50 Kutter, die bis 1990 im ehemaligen VEB Fischfang Sassnitz zum Einsatz kamen.

Weitere Informationen:
insassnitz.de

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