Von der Hand in den Mund – die Erdbeeren von Karls Erdbeerhof können direkt verzehrt werden | Foto: Karls Markt OHG

Erdbeeren sind sinnlich, süß und saftig

Die heimische Gartenerdbeere kann auch zum Liebeskuchen werden

So viel Sonne, wie im Mai gab es auf Rügen selten. Darum freuen sich alle Hobbygärtner auf eine reiche Erdbeerernte. Sie ist so beliebt, weil sie schon pur einfach sehr gut schmeckt. Doch weil in einem kurzen Zeitraum meist viele Früchte reifen, kann man sie nicht alle im rohen Zustand genießen. Sie müssen verarbeitet werden und an Rezepten herrscht daher kein Mangel. Am einfachsten ist es, sie mit wenig Zucker zu pürieren, dabei ein paar Stücke darin belassen und einzufrieren. Dann stehen sie auch im Herbst noch zur Verfügung für Erdbeermilch oder das legendäre Erdbeerparfait. Dazu wird das Fruchtpüree nur mit geschlagener Sahen vermischt und halbsteif eingefroren. Sehr lecker ist aber auch die Verwendung der süßen Frucht in Salaten, die Erdbeere schmeckt mit Gurken in einer Salsa oder auch mit Avocado. Die Italiener aromatisieren sie gerne mit einem jahrelang gereiften Balsamico, auch mit Basilikum kann man sie genießen.
Menschen essen die weichen süßen Früchte der Erdbeere schon seit der Steinzeit. Im Mittelalter wurde die Walderdbeere kultiviert, die uns in gesunden Wäldern noch heute mit ihrem starken Duft betört. Französische Siedler fanden im 18. Jahrhundert in Amerika eine wilde Art, die als amerikanische Scharlach-Erdbeere nach Europa eingeführt wurde. Doch erst in einer Kreuzung mit der Chile-Erdbeere wurde daraus die bis heute in Deutschland handelsübliche, großfruchtige Gartenerdbeere.
Aus der Urform der Gartenerdbeere wurden seit dem 18. Jahrhundert über eintausend Sorten Gartenerdbeeren gezüchtet. Im Handel sind jedoch nur wenige Sorten – denn nicht der Geschmack allein bestimmt darüber, sondern auch ihre Haltbarkeit. Darum haben in den vergangenen Jahren viele Gartenbesitzer auch auf Rügen die alten Sorten wiederentdeckt. „Mieze Schindler“ beispielsweise ist so zart, dass sie eigentlich gleich nach der Ernte verzehrt werden muss.
Backen Sie doch einmal den Erdbeer-Rhabarber-Kuchen, den die Zeitschrift Essen & Trinken 1983 „Liebeskuchen“ nannte. Dazu werden frische Erdbeeren und sanft gedünsteter Rhabarber auf einen gebackenen Boden gelegt und mit Johannisbeergelee, das mit Gelatine angedickt wurde belegt. Für den Boden werden 100 g Haselnusskerne gehackt und mit Vanillemark, 180 g Mehl, 100 g kernige Haferflocken, 100 g Zucker, 200 g Butter, 2 Tl Zitronenschale, 1 Prise Salz und 2 Eiern verknetet. Nachdem der Teig ca. 2 Stunden gekühlt wurde, wird er in 40 x 14 cm lange Streifen ausgerollt, an den Rändern erhalten sie einen leichten Rand. Bei 200 Grad wird der Boden 25 bis 30 Minuten gebacken, bevor die Früchte auf den ausgekühlten Boden drapiert werden. Das angedickte Gelee bindet sie hübsch zusammen und schafft zugleich den Glanz, der diese ungewöhnlichen Liebesschnitten so verführerisch macht.

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