Die natürliche Walddynamik auf der Insel Vilm steht unter besonderen Schutz und ist unbedingt erhaltenswert | Foto: Fahrgastreederei Lenz

Deutschlands kleinsten Urwald entdecken

Unberührte Natur der Insel Vilm ist landschaftlicher Höhepunkt im Rügener Süden

Die angemeldete Überfahrt ab Hafen Putbus-Lauterbach bis zur Insel Vilm dauert mit dem kleinen Motorschiff nur 10 bis 15 Minuten (www.vilmexkursion.de). Das ehemals abgeschottete Urlaubsdomizil des DDR-Ministerrats darf jedoch nur mit öffentlicher Führung auf dem Großen Vilm betreten werden – denn der größte Teil der Insel ist von (Ur-)Wald bedeckt, der Kleine Vilm sogar nur den dort brütenden Vogelarten vorbehalten. Die namengebende Ulme (slawisch: „ilumu“) trifft man krankheitsbedingt nur noch vereinzelt in der unteren Randschicht an. Die Buchenwälder auf dem Großen Vilm hingegen sind circa 250 bis 300 Jahre alt, erfährt man vom fachkundigen Führer, und zählen zu den ältesten und wertvollsten Norddeutschlands.
Nachdem man die Siedlung – heute Internationale Naturschutzakademie (INA) und Teil einer Außenstelles des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) – durchquert hat, betritt man den nordöstlichen Küstenmischwald. Hier auf dem Rundweg wird schnell klar, warum man unbedingt festes, bequemes Schuhwerk tragen sollte, denn teilweise geht es auf komplett unbefestigtem „Trampelpfad“ unmittelbar am steilen, etwa 30 Meter hohen Kliffabhang vorbei. Immer wieder steigt man über riesige Wurzeln aus Totholz, zwängt sich vorbei an quer liegenden Bäumen durch die Krautschicht am Waldboden. Zum Ausgleich belohnen schönste Ausblicke über die Große Vilmbucht und der Anblick eindrucksvoller Baumriesen.
Das nordöstlich gelegene Kochufer hinter sich lassend, gelangt man im Norden zwischen einer Schleh- und Weißdornhecke mit knorrigen Baumveteranen und dem Schilfrohrgürtel an den Großen Haken. Hier wandert man fast am ebenerdigen Strand entlang, immer die wunderschöne Boddenlandschaft rund um Groß Stresow auf Rügen im Blick. Weiter geht es durch Hohlwege, neben denen sich Waldgeißelblatt-Lianen bis ins meterhohe Geäst schlingen. Mannshoher Adlerfarn bedeckt das Waldbodendickicht. Hier wachsen die ältesten Bäume der Insel mit imposanten Stammdurchmessern und mächtigen Ästen. Durch nun hohen, weitläufigen Buchenwald ohne Bodenbewuchs gelangt man daraufhin zum Grünen Berg, von dessen Kliffkante man hinüberblickt auf das Waldgebiet Goor, Lauterbach und Putbus. Über das Karkenufer schließlich wird wieder die Landungsbrücke erreicht.

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