„Rasender Roland“ – beliebtes Malermotiv

Auch viele Künstler finden sich unter den Kleinbahnfans

Südostrügen auf gemütliche Art entdecken: das ist die unbedingte Empfehlung von Matthias Kley. Der 54-Jährige arbeitet seit 2008 bei der Rügenschen BäderBahn. Und so ist ihm der „Roland“ fest ans Herz gewachsen. „Es ist jetzt wieder ruhiger auf der Insel“, so der gelernte Eisenbahner. „Vorbei die Zeit der überfüllten Waggons. Wer jetzt ein Ticket löst, kann entspannt aus dem Fenster schauen, die Landschaft vorbeiziehen lassen und die Kleinbahnfahrt ganz in Ruhe genießen.“ Aber auch die offenen Aussichtswagen mit Cabrio-Feeling sind noch bis etwa Mitte Oktober im Einsatz.
Einer, der sich jedes Jahr diesen Blick aus dem und auf den „Roland“ gönnt, ist Frank Koebsch. Seit über zehn Jahren lädt der freischaffende Künstler, der in der Nähe von Rostock wohnt, zu Malerreisen auf die Insel ein. Oft sitzen er und seine Schüler dann am Bahnhof in Göhren, skizzieren Buchenwälder und Dampflok. „Meine Teilnehmer kommen u. a. aus Hamburg, Thüringen und Süddeutschland“, erzählt Koebsch. „Die Laubfärbung auf der Insel ist einfach herrlich, dazu diese nostalgische Technik.“ So manch wunderbares Aquarell ist aus dieser einmaligen Kombination schon entstanden.
Die historische Schmalspurbahn „Rasender Roland“ ist mit maximal Tempo 30 unterwegs. Sie verbindet die Residenzstadt Putbus und die Ostseebäder im Südosten der Insel mit klassischen Ausflugszielen wie dem Jagdschloss Granitz. Immer wieder kommen Freunde der Eisenbahn-Romantik aus allen Teilen Europas und der Welt nach Rügen. So ist der diesjährige RüBB-Fantag am 22. Oktober bereits ausgebucht. Geplant ist der Einsatz der Heeresfeldbahn-Lok 99 4652 vor verschiedenen Zuggarnituren, bei hoffentlich goldenem Oktoberwetter. Doch noch einiges mehr bewegt sich vor und hinter den Kulissen der Bahn: rege Bautätigkeit herrscht am und rund um den Bahnhof von Putbus. Hier entsteht eine moderne Betriebswerkstatt im Auftrag des Landkreises Vorpommern-Rügen. Dort kann die Pressnitztalbahn künftig auch umfangreichere Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten selbst durchführen. Außerdem soll auch das Umfeld weiter touristisch aufgewertet werden. Die Arbeiten werden noch einige Zeit andauern.

Weitere Informationen:
www.ruegensche-baederbahn.de

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