Auf Schatzsuche an den Stränden Göhrens

Mit etwas Glück lassen sich hier Bernsteine, Seeigelkerne und Donnerkeile heben

Ein schöner Ort für einen ausgedehnten Frühjahrsspaziergang mit Erlebnisfaktor sind die Strände rund um das Nordperd im Ostseebad Göhren. Hier, inmitten des Naturschutzgebietes, kann man ganz besondere Naturschätze entdecken. Also Augen auf! Auf dieser Seite sind einige besondere Fundstücke von den Stränden rund um Göhren dargestellt.

1. Bernstein
Dieser schöne rostrote Bernstein ist ein Fund aus dem letzten Jahr, direkt neben der Göhrener Seebrücke. Manchmal findet man darin Inklusen: eingeschlossene Blätter, Mücken, Spinnen, Fliegen, Käfer oder auch Federn. Einen Bernstein zu schleifen, bis er durchsichtig ist und das zeigt, kann schon mal eine Stunde dauern.

2. Seeigel
Der kleine Seeigelkern stammt vom Göhrener Südstrand. Das ist ein ganz zartes Kalkgebilde und geht sehr leicht kaputt.

3. Silurkalkplatte
Die Silurkalkplatte hat kleine Wattschnecken eingeschlossen. 400 Millionen Jahre alt und hier am Strand kann man es finden!

4. Donnerkeil
Der große Donnerkeil vom Südstrand, Schalenteil eines urzeitlichen Tintenfischs, klemmte zwischen den größeren Steinen im Flachwasser. Wenn hier extremes Niedrigwasser ist, weil der Wind die Wellen wegdrückt, dann findet man auch mal so große Stücke. Es kommt grundsätzlich auf die Windrichtung und -stärke an, aber das macht es ja so spannend!

5. Krebsgang
In diesem Krebsgang lebte vor Millionen Jahren ein Krebs. Er hat in einer Wurmröhre gewohnt und sie mit kleinen Kotkügelchen ausgekleidet. Das ist also Millionen Jahre alte „Krebskacki“.

6. Hühnergott
Das ist ein „Hühnergott“, ein Feuerstein mit einem Loch. Feuerstein ist ein hartes Material, das von relativ weichem Kalk ummantelt und durchzogen ist. Wenn dieser Kalk durch das Meereswasser ausgespült wird, können durchgehende Löcher im Stein zurückbleiben. Um den Hals gehängt soll so ein Stein vor dem bösen Blick schützen. Oder man schaut noch am Strand durch das Loch und darf sich etwas wünschen.

Diese schönen Funde sind sicher auch ganz besondere Souvenirs und machen in einer Vitrine richtig was her. Aber die Kurverwaltung des Ostseebades hat eine Bitte: Auf Rügen werden jedes Jahr etwa 55 Tonnen Gestein durch Gäste abtransportiert. Das trägt zur Erosion der Insel bei. Nehmen Sie deshalb bitte nur den Stein mit, den Sie unbedingt auf die Fensterbank legen und wertschätzen wollen. Lassen Sie die anderen Steine an Ort und Stelle. Die halten unseren Strand und die Insel fest, denn jeder Stein ist ein Wellenbrecher! Und bitte, klettern Sie auch nicht in der Kliffkante oder legen um das Nordperd herum eigene Trampelpfade an. Sie zerstören damit nur unsere Natur im Naturschutzgebiet und bringen sich selbst und andere in Gefahr. Vielen Dank für Ihr Verständnis und viel Freude bei der „Schatzsuche“!

Weitere Informationen:
www.goehren-ruegen.de

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