Bibelszenen aus Sand von der Insel Rügen

Bianca Lohr und Thomas van den Dungen vom Sandfest über den Sommer 2020

Der Start in die Saison war in diesem Jahr mit vielen Herausforderungen verbunden. Wie habt ihr sie gemeistert?
Bianca: Mit viel langem Atem. Wir mussten am dritten Tag schließen und waren sehr traurig, dass nach all der Arbeit die Kunstwerke für keinen zugänglich waren. Der Neustart im Mai verlief dann zunächst ziemlich verhalten, aber das Feedback der Gäste hat uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Das Thema des Sandfestes lautet in diesem Jahr Bibel–geschichten. Es ist das 11. Festival in Folge. Wie kam es dazu, diese Veranstaltung auf Rügen zu initiieren?
Thomas: Ich habe damals für meine Sandskulpturen-Events einen Ort gesucht, an dem viele Urlauber sind und bin auf Rügen gekommen. Meiner Frau und mir hat die Insel so gut gefallen, dass wir dauerhaft hier geblieben sind.

Wer legt die Themen fest?
Thomas: Das machen wir gemeinsam im Team – und berücksichtigen auch Wünsche unserer Gäste!

Wie viele Tonnen Sand wurden in diesem Jahr verbaut und woher stammt er?
Bianca: In der Ausstellung wurden 16.000 Tonnen Sand verbaut, das sind 1.000 LKW-Ladungen. Am Anfang kam der Spezialsand – zum Schnitzen brauchen die Künstler einen sehr jungen feinkörnigen Sand – aus Holland. Mittlerweile beziehen wir ihn von der Insel Rügen.

Wie viele Sandburgen-Bauer haben in diesem Jahr Hand angelegt und aus welchen Ländern stammen sie?
Thomas: Wir laden jedes Jahr etwa 30 der besten Sandkünstler der Welt nach Binz ein. In diesem Jahr kamen sie aus Russland, Polen, Ungarn, Litauen, Deutschland, Tschechien, den Niederlanden, der Ukraine und den USA. Zwei Wochen haben sie Zeit, ihre Figuren zu modellieren. Dafür bekommen sie nur grobe Vorgaben. Wie sie das Thema umsetzen, bleibt dann ganz ihnen überlassen.

Welche Maße haben die Exponate?
Bianca: Die Skulpturen im Zelt sind bis zu sieben Meter hoch. Aber es gibt auch ganz winzige, die nur wenige Zenti­meter messen. Die werden von den Kindern oft besonders geliebt, weil sie so niedlich sind. Die mit Abstand höchste Skulptur ist mit 17,66 Metern unsere Weltrekord-Burg, mit der wir seit letztem Jahr im Guinnessbuch der Rekorde stehen.

Was passiert mit dem Sand im Winter?
Thomas: Die Skulpturen werden im November mit dem Bagger abgerissen. Der Sand bleibt dann auf dem Gelände liegen und im Frühjahr entstehen daraus neue Skulpturen.

Auf welches Thema dürfen sich Besucher 2021 freuen?
Thomas: Da sind wir noch fleißig am Überlegen. Im Januar/
Februar wird das Geheimnis gelüftet.

Gibt es etwas, dass euch in diesem Jahr in besonderer Erinnerung bleiben wird – neben Corona?
Bianca: Uns haben viele Kirchengruppen besucht, die waren sehr berührt von der Umsetzung der Bibelthemen.

Bis wann kann das Sandfest besucht werden?
Thomas: Bis zum 8. November 2020.

Dürfen Hunde mitkommen und wie sieht es mit Parkmöglichkeiten aus?
Thomas: Wir haben einen Parkplatz direkt neben den Sandfest-Zelten. Hunde dürfen – an der Leine natürlich – mit in die Ausstellung.

Gibt es eurer Meinung nach etwas, dass man auf Rügen – neben dem Sandfest – unbedingt gesehen oder erlebt haben muss?
Bianca: Ein Besuch der Kreideküste ist unserer Meinung nach Pflicht für jeden Rügenurlauber.

Herzlichen Dank für das Gespräch und bis 2021.

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