Wie lebten die Mönchguter anno dazumal?

Geschichte neu erzählt in den Museen im Ostseebad Göhren

Der Spätsommer im Ostseebad Göhren lädt neben wunderbaren Natur- und Aktiverlebnissen zur Entdeckung der historischen und kulturellen Schätze der Halbinsel Mönchgut ein. Interessante Einblicke in frühere Lebensformen sowie Informationen über Göhrener Persönlichkeiten, ausgewählte Werke norddeutscher Maler und vieles mehr erhalten Besucher in den Mönchguter Museen.
Das Heimatmuseum in der Strandstraße empfängt seine Besucher bis Ende Oktober jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 10 bis 16 Uhr mit einer neuen, extra eingerichteten Sommer-Ausstellung. Diese zeigt die umfangreiche Sammlung der Mönchguter Museen, die ab den 1950er Jahren von der Museumsgründerin Ruth Bahls angelegt wurde. Ihr zu Ehren erwartet die Besucher ein eindrucksvoller Film, in dem auch Wegbegleiter zu Wort kommen. Entstanden ist der Film Ende des vergangenen Jahres anlässlich ihres 25. Todestages. In verschiedenen Ausstellungsteilen wird über weitere Persönlichkeiten, die in Göhren tätig waren oder hier eine Heimat fanden, berichtet. Zum Beispiel über die Gräfin Adeline von Schimmelmann, die als Hofdame der Kaiserin Augusta in Berlin lebte, 1887 auf eigene Kosten in Göhren ein Fischerheim eröffnete und als bekennende Evangelistin eine Missionsgesellschaft gründete. Oder über Dr. Max Dreyer, Schriftsteller und Dramaturg aus Rostock, der sich 1901 hier sein „Drachenhaus“ bauen ließ und 1946 zum Ehrenbürger des Ostseebades ernannt wurde. Weitere Themenschwerpunkte sind 120 Jahre Feuerwehr Göhren, die wieder aufgebaute Ausstellung „Mönchgut-Geologie“ für alle Stein- und Fossilien­freunde sowie die Entstehung von Bernstein und Hintergründe zur Göhrener Bernsteinkönigin.
In der Galerie – im neuen Anbau des Hauses – sind ausgewählte Werke norddeutscher Maler zu sehen, die von ihrer Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen zeugen. Zum Malen und Zeichnen zog es sie auf die Halbinsel Mönchgut, einige lebten auch in Göhren. Sie waren fasziniert von Natur und Landschaft, von dörflicher Idylle und den Menschen, die als Bauern, Fischer und Lotsen arbeiteten und die Mönchguter Tracht trugen. Hierzu gehören auch einige besonders beliebte Werke aus der vorherigen Sonder-Ausstellung „Mit Pinsel und Farbe“, zum Beispiel von Tom Beyer, Elisabeth Büchsel, Hans Porwoll und Erna Ottilie Bercht. Die Sommer-Ausstellung wird ergänzt mit Mönchguter Aquarellen des Architekten Hans Bogatzky und mit Gemälden aus der Museumssammlung. Natürlich ist im Heimatmuseum weiterhin die Döns zu besichtigen, eine liebevolle und detailgetreue Darstellung der typischen Mönchguter Bauern- und Fischerstube.
Das Rookhus in der Thiessower Straße ist eines der ältesten Gebäude auf Rügen, erbaut wurde es um 1700. Hier gibt es die Gelegenheit, Wissenswertes über das einfache und schwere Leben der Fischer und Bauern zu erfahren, die in Häusern wie diesen mit ihrem Vieh auf engstem Raum lebten. Geöffnet ist das Rookhus bis Ende Oktober jeweils mittwochs in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Betreut wird es von Mitgliedern des Fördervereins der Mönchguter Museen e.V. Mitarbeiter der Kurverwaltung sind außerdem freitags von 10 bis 16 Uhr vor Ort.

Weitere Informationen: www.goehren-ruegen.de
Kurverwaltung Göhren: Tel. 03 83 08 / 66 79 - 0
Museumsverwaltung: Tel. 03 83 08 / 21 75

Die junge Frau am Waschstein

Eine Jasmunder Erzählung aus dem Sagenkreis rund um den Kreidefelsen Königsstuhl

weiter

Da schnattert was

Bauernhof Kliewe ist Erlebnisort im Inselwesten

weiter

„Urlaub auf Rügen heißt, selbst aktiv werden“

Baabes Tourismusdirektorin Uta Donner über Herausforderungen und Vorhaben

weiter

Turmleuchten am Kap Arkona

Weihnachten und Silvester am Kap Arkona

weiter