Köln, 06.12.2025
Fotos der Sonderausstellung „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933-1945-heute“ im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.
Copyright: Jörn NeumannVerleugnete und Vergessen
1. September 2026Dokumentationszentrum Prora widmet sich Opfern des Nationalsozialismus
Zwei neue Sonderausstellungen ergänzen aktuell die laufenden Präsentationen im Dokumentationszentrum Prora. Die Ausstellung „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933 – 1945 – heute“ erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“
und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden. Zwischen 1933 und 1945 kontrollieren und drangsalieren Behörden und Polizei Zehntausende dieser Menschen und berauben sie ihrer Freiheit. Viele Menschen werden ermordet. Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich leugneten jedoch deren Unrechtserfahrungen. Erst im Februar 2020 erkannte der Deutsche Bundestag das Unrecht an und beauftragte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung einer Ausstellung zu diesem wichtigen Thema.
Ebenfalls in Prora zu sehen ist die Sonderausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg. Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945“.
Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große
Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Doch nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit und viele verdrängten das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus – in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülern aus ganz Deutschland entwickelt.
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prora.eu