Foto: Axel Krüger

Was wäre die Welt ohne das La Grange?

Industriegebiete sind Orte, an denen etwas produziert wird. Auch dort, wo sich der subkulturelle Kulturort La Grange befindet, wird etwas produziert – nämlich Kultur. Und wer das seltsam findet, der kann sich vor Augen führen, was Kultur ist. Eben nicht die Anbetung der Flamme, sondern das Weitertragen des Feuers oder so ähnlich. Zu jedem Ereignis treffen sich im Bergener Industriegebiet Menschen und finden gemeinsam neue Perspektiven – auf sich, auf die anderen und auf die Welt. Das gelingt besonders gut, wenn es Spaß macht und auch irgendwie disruptiv ist. Gerne laut, gerne jenseits des Mainstreams, gerne mutig. Wie auch immer, La Grange feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Und auch wenn alle Akteure mit den Jahren etwas reifer geworden sind, das Programm ist nach wie vor ganz vorne an den aktuellen Fragestellungen und klopft mit dem Puls der Zeit.

Am 9. Mai lädt die schon traditionellen Frühlingsveranstaltung „RockYaSteady“ ab 21 Uhr ins La Grange ein. Rocksteady ist ein jamaikanischer Musikstil, der Mitte der 1960er Jahre als Übergang vom schnellen Ska zum langsameren Reggae entstand. Er zeichnet sich durch einen betonten Basslauf, weniger Bläsereinsatz und Soulful Vocals aus. Neben Dance­hall-, Ska- und Reggae-Klängen werden auch Hip-Hop Beats die Tonhalle zum Beben bringen. DJ Ben & Friends sind am Start, um ein­­zu­­heizen und einen ge­schmeidigen Abend zu bereiten. Auch die Bar ist geöffnet und wird von „Bar-Basti“geführt – wer auch immer das ist, auf jeden Fall serviert er aus­­reich­end leckere Er­frischung. (Eintritt: 10 Euro).

Das Festival zum Jubiläum knüpft an die Anfangszeit des La Grange an, in der die damaligen Macher, die Idee hatten, Kunst und Musik zu verknüpfen und mögliche Synergien auszuloten. Dabei wollte man bewußt die Grenzen zwischen sogenannter High- and Low-Kultur verwischen, um mehr Leute zu begeistern und an diesem Ort zusammenzubringen. Altersgrenzen waren von vornherein verpönt, weil man in der ruralen Diaspora auf alle neugierigen Köpfe setzen wollte, um etwas Neues zu schaffen. Das Team hat sich gewandelt, doch Sebastian Will, der lange bevor das La Grange ins Leben gerufen wurde, den interessanten Ort im Bergener Industriegebiet gefunden und mit einem Gesamtkunstwerk, das er „Studiogalerie“ nannte, besetzt hatte, ist noch dabei und wird sicherlich auch zu den Kunstteilen des Jubiläums vom 5. bis zum 6. Juni seinen multimedialen Kunstansatz beisteuern.

Wer das La-Grange unterstützen möchte,

kann eine Spende entrichten:

Sparkasse Vorpommern auf Rügen
IBAN: DE81 1505 0500 0130 0084 94
BIC: NOLADE21GRW

..oder Mitglied im Verein werden!

Das Formular ist unter diesem Link verfügbar.

Weitere Informationen
la-grange.de

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