Foto: Janet Lindemann

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wie gerne würde ich an dieser Stelle schreiben, dass es schön ist, Sie im Sommer auf Deutschlands größter Insel begrüßen zu dürfen, herzlich willkommen! Ja, herzlich willkommen will ich nicht nur ich Sie heißen, sondern mit mir alle Touristiker und Gewerbetreibenden. Es ist alles vorbereitet, die Häuser sind herausgeputzt und die Geschäfte voller Waren. Alle stehen in den Startlöchern. Es könnte also jeden Moment losgehen. Doch derzeit stehen die Zeichen so, als ob wir uns alle noch eine Weile gedulden müssen. Uns hier in der Redaktion bleibt also nichts anderes übrig, als Ihnen, wenn Sie außerhalb der Grenze von Mecklenburg-Vorpommern leben, die Zeit bis zu Ihrem nächsten Aufenthalt mit Geschichten und Fotos zu versüßen.

Der Rostocker Arzt Hartmut Gill hat ein wunderbares Buch über den Rügenmaler Heinrich Herrmann verfasst, wir haben ihn zu seiner aktuellen Ausstellung über die Künstlerpersönlichkeit Wilhelm Löber im Peilturm am Kap Arkona befragt. Vor einigen Wochen ist der Rügener Fotograf und Autor Klaus Ender verstorben. Er hatte die erste Akt-Ausstellung der DDR 1975 in Potsdam initiiert und lebte bis zu seinem Tod in der Inselhauptstadt Bergen auf Rügen. Seine Ehefrau Gabriela Ender erinnert sich voller Liebe und Dankbarkeit an sein Leben und sein Werk, seine Fotografien und Schriften, und sie lässt uns daran teilhaben. Auch auf die Insel Hiddensee nehmen wir Sie in dieser Ausgabe mit: Das Schriftsteller-Ehepaar ­Sylvia Vandermeer und Frank Meierewert hat einen Roman über Asta Nielsen und einen Sommer auf Hiddensee verfasst. Hat sich der Stummfilmstar wirklich in einen Fischer verliebt? Dieser Frage gehen wir auf Seite 26 nach. Dass Natur heilt und wir in ihr Kraft tanken können, ist längst kein Geheimnis mehr. So ist das Ostseebad Göhren beispielsweise anerkannter Kneippkurort. Doch wer war Sebastian Kneipp? In diesem Jahr wird bundesweit das Kneipp-Jahr gefeiert und wir erzählen Ihnen von diesem Pfarrer, der vor 150 Jahren behauptete,
dass die Natur die beste Apotheke sei. Vielleicht haben Sie ja auch einen Wald in Ihrer Nähe, in dem Sie „baden“ können, einen See oder eine Wiese, auf die Sie sich legen und in den Frühlingshimmel schauen können? Türen für kleine Wunder, die Großes bewirken können.

Und wenn Sie schon nicht in den Norden reisen dürfen, so haben wir auf den Seiten 6 und 7 Produkte zusammengetragen, die nach Rügen schmecken bzw. hier produziert wurden. Diese können Sie sich ganz bequem nach Hause schicken lassen, um die Zeit bis zur nächsten Rügen-Reise zu überbrücken. Lassen Sie uns also die Hoffnung nicht verlieren und gemeinsam nach vorne schauen. Denn zusammen ist es immer besser als alleine.

Herzlichst,
Janet Lindemann
und das rügen aktuell-Team

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Ausgabe Dezember 2020 / Januar 2021

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Rügener Sammelsurium

Geschichte und Geschichten von Deutschlands größter Insel

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