Chopin als Kraftquell und als Lebensretter

Konzertlesungen mit internationalen Musikern und Autor Reinhard Piechocki im Theater Putbus

Dem polnischen Komponisten Fryderyk Chopin (1810 bis 1849) ist eine Veranstaltungsreihe im Theater Putbus gewidmet. In vier Konzertlesungen werden ergreifende Chopin-Episoden aus dem Leben von Künstlern, Schriftstellern und Personen der Zeitgeschichte vorgestellt aus den Büchern von Reinhard Piechocki, ein in Kasnevitz bei Putbus lebender Musiker und Buchautor: „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“ und „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“.

Den Auftakt bildet die Veranstaltung „Chopin als Kraftquell“. Die Japanerin Mari Namera spielt am 4. August um 19.30 Uhr Nocturnes Es-Dur op. 9 Nr. 2, cis Moll op. posthum, Etüden op. 10 Nr. 3 E-Dur, 5 Ges-Dur, und 12 c-Moll, Etüde op. 25 Nr. 7 cis-Moll, Polonaise As-Dur op. 53, und die Sonate b-Moll op. 35. Reinhard Piechocki liest einige kurze Episoden aus seinem Werk „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“ und erzählt in dem fürstlichen Schauspielhaus über seine Begegnungen mit Holocaust-Überlebenden und der einzigartigen Musikkultur, die im KZ Theresienstadt (1942 bis 1945) entstand. Weiterhin erzählt der Buchautor Episoden, wie Chopins Musik in der Zeit des Nationalsozialismus zur Lebensrettung von Verfolgten wurde. Darüber hinaus berichtet er über eine bisher kaum erforschte Facette des Nationalsozialismus: Zwischen 1935 und 1939 versuchten die Nazis über die Chopin-Musik Polen als Partner für einen Krieg gegen die Sowjetunion zu gewinnen.

Mit „Chopin als Lebensretter“ geht es am 11. August um 19.30 Uhr weiter. Dann spielt Daniel Seng unter anderem zwölf von Chopins geniale Etüden op. 10 und op. 25 als Gipfel der Virtuosität und Reinhard Piechocki erzählt von den Begegnungen mit der 110 Jahre alt gewordenen Pianistin Alice-­Herz Sommer, die als Holocaust-Überlebende über 100 Konzerte im KZ Theresienstadt für ihre Mithäftlinge gab. Ihr und ihrem sechsjährigen Sohn Raphael, der im KZ in der Kinderoper Brundibar die Rolles des Spatzes spielte, wurden die 24 Etüden von Chopins zur Lebensrettung.

Am 18. August steht Chopin als Revolutionär auf dem Programm. Mayuko Miyata spielt unter anderem Mazurken und Nocturnes sowie die Ballade Nr. 1, op. 23 und das Scherzo Nr. 1 op. 20. Reinhard Piechocki liest kurze Episoden aus seinem Buch „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“ und stellt fünf Schicksale vor, die mit Chopins Musik eng verbunden sind.

Den Abschluss bildet die Konzertlesung „Chopin als Genie“ am 25. August um 19.30 Uhr. Philipp Thönies spielt unter anderem die g-moll Ballade, zwei Walzer sowie 2 Nocturnes und Bernd Zack beispielsweise das Fis-Dur Impromptu, die Ges Dur Etüde und 3 Nocturnes, D-Dur op. 15 Nr.1, Fis Moll op 49 und Es Dur. Reinhard Piechocki liest kurze Episoden aus seinem Buch „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“ und stellt fünf Schicksale von Künstlerinnen vor, die mit Chopins Musik eng verbunden sind.

Der Kartenvorverkauf erfolgt über die Theaterkasse in Putbus. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Vorbestellungen:
Tel. 038 301 / 808 330 und
online unter https://www.theater-vorpommern.de/
theater/theater-putbus/

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