Auch auf der Selliner Seebrücke erklingt zum Festspielfrühling wieder Musik | Foto: pocha.de

Frühlingserwachen mit Musik

Daniel Hope präsentiert maßgeschneidertes Konzertprogramm für die Insel

Der Festspielfrühling Rügen ist das Frühjahrsfestival der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. An zehn Tagen im März lädt es zu musikalischen Entdeckungen und persönlichen Konzerten mit erlesenen Künstlern ein. Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern übernehmen stets die künstlerische Leitung und gestalten mit befreundeten Musikern und Wegbegleitern maßgeschneiderte Programme für die Insel.
In diesem Jahr ist der Violinist Daniel Hope verantwortlich und präsentiert vom 13. bis zum 23. März eine Mischung aus altbekannten musikalischen Partnern und jungen Talenten, die er in den vergangenen Jahren kennengelernt hat. Hope wird auch das Eröffnungskonzert „Frühlingserwachen“ am 13. März um 19.30 Uhr im Putbuser Marstall bestreiten. Orchesterkonzerte werden zum Festspielfrühling ebenso zu hören sein, wie Kammermusik in unterschiedlicher Besetzung. Dazu wird es Literatur- und Familienkonzerte und jede Menge Beethoven geben, denn der Komponist feiert 2020 seinen 250. Geburtstag.
Zu den Spielorten gehören unter anderem die Selliner Seebrücke, die Kunstscheune Vaschvitz, Theater und Marstall in Putbus, die Kapelle von Gut Boldevitz, das Jagdschloss Granitz und das Billroth-Haus in Bergen. Doch auch die Nordperdhalle in Göhren, die Bäckerei Peters in Mukran, das Haus des Gastes in Baabe und Göhren oder das Badehaus Goor sind Gastgeber für die erstklassigen Musikerinnen und Musiker.
Am 14. März um 11 Uhr bringt Daniel Hope gemeinsam mit Josephine Knight Werke des jüdischen Komponisten Erwin Schulhoff, dessen Musik unter den Nationalsozialisten verfemt war, in einem Gesprächskonzert zu Gehör. Gemeinsam mit dem Schauspieler Sebastian Koch begibt Hope sich am 15. März im Kurhaus-Saal Binz auf die Suche nach dem „Paradies“, indem sie einen Abend gestalten, der von Rumi und Bach zu Nietzsche und Schulhoff führt.
Die Veranstaltungen auf Gut Boldevitz sind meistens früh ausverkauft – dies sicherlich, weil sie von einem besonderen, eher intimen Geist getragen werden. Nach dem Konzert in der Kapelle geht es zu einem geführten Spaziergang durch den Schlosspark Pansevitz. Im Anschluss an das Abendkonzert wird zu einer kleinen Nachtmusik mit Sektempfang in den Festsaal des Gutshauses eingeladen, wo der damals noch unbekannte Maler Jacob Philipp Hackert eine Landschaftstapete u.a. mit Kreidefelsen gestaltet hat.

Mit etwas Glück können Interessierte auch in diesem Jahr noch dabei sein. Doch wenn es nicht klappen sollte: Spätestens ab September sollte man auf die Ankündigung des 10. Festpielfrühlings 2021 auf Rügen achten und sich umgehend Karten sichern.

Weitere Informationen:
www.festspiele-mv.de

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