Naturerlebnis in Neuenkirchen

Grümbke-Turm, Naturlehrpfad und die Banzelvitzer Berge

Der Nordwesten der Insel Rügen entwickelt sich immer mehr zu einem Ferienziel für Naturliebhaber und Individualisten. Wer von der L 30 rechts abbiegt wird im ersten Dorf am Wegesrand mit einem lustigen Schilderwald überrascht. Weil die Wege keine Namen haben, heißen sie alle Silenz und fast jedes Haus hat sein eigenes Straßenschild. Wenngleich der Begriff „Silenz“ aus dem Slawischen stammt, könnte er lateinisch gelesen auch das Leitmotiv für die Naturerfahrung bieten, die sich ab hier eröffnet: Silenzium, Stille. Hier hört man oft nichts außer dem Flügelschlag der Schwäne, das Glucksen springender Fische und ab und zu ein Uckermärkisches Weidekalb, das nach seiner Mutter ruft.
Das Besondere sind hier die Naturerlebnisse: ein Naturlehrpfad bei Zessin, die geschützte Vogelinsel Beuchel, der idyllische Tetzitzer See und die Banzelviter Berge, die am liebevoll restaurierten Rittergut Liddow beginnen. Kleine Fischkutter auf dem Bodden, weiße Reiher im Schilf und der Seeadler, der hier häufig seine Kreise zieht, sind weitere Kennzeichen dafür, dass hier das „Silenzium“ regiert. Soeben hat der Naturschutzbund NABU eine Fläche im Ortsteil Grubnow für die Tierwelt gesichert. Dort sollen keine Rinder mehr weiden, sondern das Schilf sich ausbreiten und einen Schutzraum für Vögel und den seltenen Fischotter bieten, der sich hier angesiedelt hat.
Auch der Grümbke-Turm auf dem Hoch Hilgor bietet endlich wieder den Blick über die Landschaft des Tetzitzer Sees, zur Ostsee und bei guter Sicht zur Insel Møn. 1994 wurde der Vorgängerbau errichtet, nun war der hölzerne Bau verrottet und wurde im Juli 2017 abgerissen. Wie der alte Turm, hat auch der neue eine dreieckige Form. Als Material kommt allerdings verzinkter Stahl zum Einsatz, der es möglich macht, den Turm bei Bedarf zu erhöhen.
Der hölzerne Turm war 15 Meter hoch. Damit konnten Besucher sich auf dem „heiligen Berg“ 44 Meter über dem Meeresspiegel befinden. Nun führen die Stufen auf eine Höhe von 50 Metern und die Plattform bietet eine Rundumsicht.
Benannt wurde der Turm nach Johann Jakob Grümbke (*1771 in Bergen auf Rügen), der einer der ersten war, der die Schönheiten der Insel Rügen schriftlich festgehalten hat und so dazu beigetragen hat, dass auch die Romantiker Rügen für sich entdeckten.
Noch ist die Bezahlschranke am Turm nicht installiert, doch zukünftig soll man ihn über einen kleinen Obolus durch ein Drehkreuz betreten. Wer ihn besucht, sollte dies also einplanen.

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