Kultur und Natur werden Freunde

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen ist ein Modell für Nachhaltigkeit

Ein Biosphärenreservat hat die Aufgabe, die unterschiedlichen Ansprüche einer schützenswerten Landschaft in all ihren Aspekten modellhaft zu schützen. Darin unterscheidet es sich vom Naturschutzgebiet, wo es darum geht die Natur möglichst ungestört zu lassen. In Deutschland gibt es aktuell 16 solcher Schutzgebiete und weltweit mehr als 700 in 124 Staaten. Das Biosphärenreservat Südost-Rügen umfasst die Halbinsel Mönchgut, die Stadt Putbus und die Granitz. Es wurde schon 1990 gegründet und erhielt 1991 den Status eines UNESCO-Borsphärenreservates. Das Besondere an dieser Region ist die Vielfalt der Landschafts- und Küstenformen der mecklenburgisch-vorpommerschen Küstenraumes, die sie auf kleinstem Raum widerspiegelt. Halbinseln und Küstenvorsprünge sind durch schmale Landstreifen miteinander verbunden. Bodden und Wieken trennen sie voneinander. Zur Vielfalt der Küstenformen gehören die feinen Sandstrände ebenso, wie die schroffen Steilküsten und steinigen Blockstrände. Breite Schilfgürtel an den Bodden, Buchenwälder, Magerrasen sowie Wiesen und Weiden prägen das Erscheinungsbild.
Diese Landschaft ist gewachsen und der Einfluss des Menschen, der hier als Fischer oder Bauer gelebt hat, hat sie mitgeprägt. Die berühmten Salzwiesen gibt es beispielsweise nur, weil dort das pommersche Rauwollschaf weidet. Würde man sie nicht nutzen, wären nach kurzer Zeit nur noch Schilfrohr vorhanden. Die Spuren des Menschen gehören zur Landschaft – wie die Hügelgräber aus der Bronzezeit, die noch älteren Großsteingräber, slawische Burgwälle, mittelalterliche Kirchen und ursprüngliche Dörfer. Doch auch die Bäderarchitektur, der Klassizismus in Putbus und die Architektur der Moderne werden als Teil der kulturellen Vielfalt in die Konzepte des Biosphärenreservates einbezogen.
Das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen in Putbus entwickelt nicht nur eigene Projekte mit touristischen Partnern, die sich der großen Idee anpassen wollen. Sie vermitteln mit Führungen durch ihre Ranger Wissen über Natur und Kultur der Region an Feriengäste und Einheimische. Natur und Kultur werden in dem Konzept der Biosphärenreservate im Zusammenhang gesehen. Hochmodern sind die Ideen der Nachhaltigkeit – denn dabei geht es nicht mehr darum Verbote auszusprechen, um die Natur zu schützen, sondern die Besucher zu Kennern und zu Partnern des Naturschutzes zu machen. Viele Menschen haben heute ein Bewusstsein für die Natur und darum machen sie neugierig mit, wenn die Woche der Nachhaltigkeit, die Fischertage oder anderes stattfindet.

Weitere Informationen:
www.biosphaerenreservat-suedostruegen.de

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