Schon beim Eintritt in das Jagdschloss nimmt die „waidmännische“ Stimmung die Besucher gefangen | Foto: Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern/Timm Allrich

Das Jagdschloss des Fürsten

Kunsthistorisches Kleinod auf dem Tempelberg entführt in vergangene Zeiten

Schon kurz nach Fertigstellung war das Schloss auf dem Tempelberg bei Binz ein Ausflugsziel. Es wurde für Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus nach Plänen des Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer in den Jahren 1837–1851 errichtet. Einst diente es dem Aufenthalt fürstlicher Gäste während der Jagdsaison. Sein 38 Meter hoher, von Karl Friedrich Schinkel entworfener Mittelturm überragt die Buchenwälder der Granitz weithin sichtbar und ist zusammen mit der gusseisernen Wendeltreppe noch immer wichtigster Anziehungspunkt im Schloss. Nicht nur der Blick über Rügen macht einen Besuch auf der Granitz zum unvergesslichen Erlebnis. Das Schloss selbst mit seinen historischen Prunkräumen und dem aufwendig restaurierten Bestand ist ein einzigartiges Ensemble. Die Ausstellung erzählt von der faszinierenden Historie des Schlosses und dem spannenden Leben seiner Bewohner. Repräsentative Salons, eine umfangreiche Trophäensammlung und der imposante Marmorsaal vermitteln einen Eindruck von der ursprünglichen und reichen Ausstattung. In der Dauerausstellung entdecken die Besucher spannende Geschichten über den visionären Bauherrn Fürst Wilhelm Malte I. und zur abwechslungsreichen Geschichte des Schlosses. Möbel aus vergoldeten Seilen und zärtliche Briefe machen das Leben der Inselfürsten für jeden Besucher hautnah erlebbar. Zusätzlich werden im Schloss immer wieder spannende Veranstaltungen durchgeführt. Noch bis um 31. Oktober findet jeden Donnerstag eine Schlossführung statt.
Am 13. und 16. September jeweils um 18 Uhr finden Mondscheinwanderungen statt. Nach einer abendlichen Wanderung durch den Buchenwald werden die Gäste von „Fräulein Agnes“ zur exklusiven Zeitreise ins 19. Jahrhundert empfangen. In historische Gewänder gehüllt, begleitet sie ihre Gäste durch die Salons und unterhält dabei mit Anekdoten aus der Fürstenzeit. Den Abschluss bietet ein traumhaftes Rügenpanorama: Abendrot und Mondschein, Leuchtturmfeuer und Lichter der Ortschaften sind das Gesicht der Insel bei Nacht.

Weitere Informationen:
www.mv-schloesser.de

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