In der Werkstatt wird analog gedruckt – doch die Wissensvermittlung darf auch über das Smartphone passieren | Foto: Spielkartenfabrik Stralsund

Spielkartenfabrik Stralsund

Games Designer hat ein Spiel für Smartphones entwickelt

Der Informatiker Markus Schubert aus Berlin war zu Gast im „Labor“ der Spielkartenfabrik Stralsund. Mit dem Stipendium lädt das „arbeitende Museum“ einmal im Jahr einen Mitarbeiter auf Zeit ein. Insbesondere Leute, die Lust auf Experimente haben und den Betrieb der Werkstatt positiv stören können, haben eine Chance, die Ausschreibung zu gewinnen.
Auf der Basis der von ihm mitentwickelten Games Engine TOTO hat Schubert für die Spielkartenfabrik ein Spiel programmiert, dass jeder spielen kann, der sich die App „Toto“ herunterlädt und sein GPS-System einschaltet. Wer auf Fragen und Aufgaben zur Spielkartenfabrik richtig reagiert und auch selbst eine Karte druckt, der gewinnt ein Kartenspiel. Markus Schubert hat dieses Skatblatt gemeinsam mit der Illustratorin Stella Schiffcyk entworfen. Es wurde in der Spielkartenfabrik in kleiner Auflage hergestellt und ist ein echtes Sammlerobjekt.
Markus Schubert (geboren 1978) konnte das Auswahlgremium durch seine Kompetenzen als Informatiker und Gamedesigner überzeugen. Er arbeitet seit Jahren an der Schnittstelle von Theater, Kunst und Technik und kooperiert dabei mit Künstlerinnen und Künstlern. So hat er unter anderem die Games Engine „Toto“ entwickelt. Damit können Spiele, Touren oder Installationen für den realen Raum entwickelt werden. Für Stralsund brachte der Computerspezialist sowohl konkrete Ideen mit, als auch die in der Ausschreibung geforderte Offenheit gegenüber den Bedingungen in der Druckwerkstatt.

Im November feiert die Spielkartenfabrik ihr 10-jähriges Jubiläum mit einer Festwoche. Vom 4. bis zum 8. November finden täglich Veranstaltungen in der Stadt, bei Partnern und in der Werkstatt statt. Dann wird auch Markus Schubert wieder in Stralsund sein. Außerdem hat Prof. Dr. André Frank Zimpel aus Hamburg zugesagt, einen Vortrag über die gesellschaftliche Relevanz des Spielens zu halten. Der Erziehungswissenschaftler und Psychologe ist unter anderem ein Spezialist für die „Spieltheorie“ und ein viel gefragter Experte in Lernfragen. „Spielen ist immer die effizienteste Form des Lernens – auch für Erwachsene“, so seine Meinung. Er wurde 1960 in Magdeburg geboren und arbeitet an der Universität Hamburg. Konzerte, Ausstellungen und Klangperformances sind geplant, die beweisen, dass Tradition und die Gegenwart gut miteinander auskommen, wenn man „unter Druck“ bleibt, wie die Spielkartenfabrik und ihre Macherinnen und Macher.

Weitere Informationen:
www.spiefa.de
https://toto.io

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