David Brahm ist Meister des Zupfinstrumentenbaus und liebt sein Handwerk | Foto: David Brahm

Gitarren mit Charakter von David Brahm

Meister des Zupfhandwerks aus dem Vogtland gibt auch Baukurse für Laien

David Brahm beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Bau von Zupfinstrumenten, ihrer Geschichte und der Entwicklung bis zur heutigen Zeit. Er erlernte das Handwerk im Vogtländischen Klingenthal und erwarb 2013 in Markneukirchen den Meistertitel im Zupfinstrumentenmacherhandwerk. Nun hat er seine Werkstatt in Pastitz nahe Putbus eröffnet und baut nicht nur Gitarren, sondern zeigt auch anderen, wie sie sich ihr eigenes Instrument herstellen können.
Zum Bau seiner Zupfinstrumente verwendet er überwiegend Hölzer aus heimischen Wäldern und europäischen Nachbarländern. Auf Tropenhölzer verzichtet er, da der ökonomische und ökologische Aufwand diese zu beschaffen, aus seiner Sicht nicht zu verantworten ist. Nach Möglichkeit, verwendet er schon benutzte Materialien und alle Lacke, Leime, Öle und Wachse sind natürlichen Ursprunges. Formaldehyd, das in synthetisch hergestellten Lacken und Leimen vorkommt und als krebserregend gilt, findet bei ihm keine Anwendung.
Auch im Einsatz von Maschinen hält David Brahm sich zurück. So werden das Aushobeln der Decken, Zargen und Böden, die Fertigung von Gitarrenhals und Griffbrett sowie der Steg in Handarbeit gefertigt. „Auf diese Weise kann ich viel präziser auf das Material eingehen“, so der Gitarrenbauer. Weil er bis zu 95% weniger Materialverlust hat, arbeitet er in jeder Hinsicht nachhaltiger und ökonomischer als eine Maschine.
David Brahm baut Gitarren, Mandolinen und andere Zupfinstrumente und geht dabei gerne auf individuelle Wünsche ein. „Besonders für die Auswahl der Hölzer nehme ich mir viel Zeit. Jedes Instrument hat seinen individuellen Charme und Charakter, so wie die Menschen. Klang, Oberflächenbeschaffenheit, Beanspruchung spielen außerdem eine übergeordnete Rolle.“ Auch Reparaturen und Wartungsarbeiten an Instrumenten erledigt er.
Zu seinem Masterkurs können Interessierte mit einer Idee zu ihm kommen und mit eigener Arbeit, die durch das Know-How des Zupfinstrumentenmeisters unterstützt wird, ein maßgeschneidertes Instrument selbst bauen. Dieser Kurs deckt in einer Arbeitszeit von ca. 115 Stunden innerhalb von etwa zwei Wochen, den größten Bereich des Akustikbaus ab. Der nächste Masterkurs, zu dem man sich rechtzeitig anmelden sollte, findet vom 7. bis zum 18. Oktober statt.

Weitere Informationen:
www.gitarre-brahm.de

„Ich habe ein bewegtes Leben“

Fritz Buschner haut mit 85 noch auf die Pauke

weiter

Am Kap Arkona im Sanddornrausch

Unternehmerpärchen tischt Produkte aus der Zitrone des Nordens auf

weiter

Töpferei Roswitha Burgmann-Seewald

Keramik, wild gedreht und fein dekoriert aus der Werkstatt im Westen

weiter

So reich und gesund wie Muttermilch

Rügen Kosmetik verarbeitet Ummanzer Stutenmilch und Sanddorn

weiter