Auf den Spuren C.D. Friedrichs – während der Romantiktage vom 28. bis 30. August am Königsstuhl | Foto: Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTHL

C. D. Friedrichs „Kreidefelsen auf Rügen“

Berühmtes Gemälde zeigte bereits vor 200 Jahren die großartige Natur des Nationalparks

Wer kennt sie nicht, Caspar David Friedrichs „Kreidefelsen auf Rügen“, ein wichtiges Werk der deutschen Romantik von 1818. Dieses 90,5 mal 71 Zentimeter große, in Öl auf Leinwand gestaltete Gemälde befindet sich heute im schweizerischen Kunst Museum Winterthur in der Sammlung Oskar Reinhart.
Dargestellt ist nicht eine bestimmte Sicht vom Hochufer der Jasmunder Kreideküste, sondern Friedrich stellte seine Komposition aus verschiedenen Skizzen der Felsen zusammen. Es sind definitiv nicht, wie in früheren Beschreibungen oft behauptet worden ist, die damals noch gar nicht existierenden Wissower Klinken, denn die rechte Felswand ist mit Sicherheit die Große Stubbenkammer. In Friedrichs Landschaftsdarstellung erscheint die Kreideküste außerdem wilder, steiler und zerklüfteter, als sie es durch Wind und Wetter wirklich ist.
Das Gemälde begeistert vor allem durch eine ungewöhnliche, faszinierende Komposition, vor allem in seiner radikal einmaligen Raum- bzw. Flächenkonstruktion. Friedrich hat hier auf die Tiefenachse verzichtet und bildparallel drei Raumzonen angeordnet, die auch farblich-motivisch separiert erscheinen: Vorn öffnet sich ein traditionell von Felsen und Bäumen gerahmtes Fenster auf die Ostsee, durch das Menschen in satt farbiger Kleidung blicken; die weißen Kreidefelsen stehen kontrastreich zum pastellfarbenen, unendlichen Meer mit beiden Nähe und Ferne vermittelnden Schiffen; die schmale Rasenbank dazwischen, der Einschnitt in die Klippen und das wie eine Wand aufsteigende Meer verstärken den gefährlichen Abgrund noch. Der Goldene Schnitt in seiner linken Senkrechtlinie verläuft genau durch die tiefste Kreidefelseneinkerbung, lässt das Auge zur Ruhe kommen und harmonisiert so das Bild. Dessen zentrale Form kann entweder als Herz oder als vollgelaufener Trichter betrachtet werden. Die leblosen Felsen kontrastieren die Genauigkeit von Figuren und Vegetation im Vordergrund. Grün-Weiß-Blau ist der Farben-Dreiklang, er erhöht sich noch mittels des roten Frauenkleids.
Friedrich hinterließ mit seinen „Kreidefelsen“ Spuren – die Ostseeinsel Rügen wurde zum populären Motiv.

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