Das Jagdschloss Granitz war ein „Luxusbau“ – zur Familienführung kann man es kennenlernen | Foto: Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern/Timm Allrich

Räuberpistolen und der König des Waldes

Jagdschloss Granitz ist ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie

Schon als Rügen noch schwedisch war, hatten die Putbuser Grafen im frühen 18. Jahrhundert auf einem der höchsten Berge der Insel inmitten des Waldgebietes der Granitz ein Fachwerk-Belvedere errichten lassen. Zu diesem Aussichtsturm gehörte ein unweit davon liegendes Jagdhaus, das 1726 erbaut worden war. Dieser schlichte Bau bildete den Ausgangspunkt für eine lange Tradition fürstlicher Jagden in diesem Waldgebiet. Im 19. Jahrhundert reichte den 1815 preußisch gewordenen und schon 1807 gefürsteten Putbuser Grafen der alte Jagdsitz nicht mehr. Um ihren Status zu stärken, reifte bei Fürst Wilhelm Malte I. die Idee für einen prachtvollen Neubau auf der höchsten Erhebung. Ganz nebenbei stärkte der Fürst damit auch den inzwischen angewachsenen Bäder- und Ausflugstourismus auf Rügen. Schon bald zog der auf der Granitz wachsende Neubau als das „schönste Jagdschloß Deutschlands“ Besucher in Scharen an.

Das Jagdschloss Granitz ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel, besonders für Familien. Direkt zu Füßen des Schlosses lädt ein Spielplatz mit Wildschwein, Schlangenkorb und einem Sprung Rehe zum Toben und Entdecken lokaler Wild- und Tierarten ein. Kurz vor Ostern nehmen zwei spezielle Führungen für die ganze Familie das Schloss aufs Korn: Vom gekrönten Adler über hart arbeitende Jäger bis zur geheimen Tür schauen Neugierige gemeinsam genauer hin.
Am Dienstag, dem 16. April um 11.15 Uhr heißt es: „Räuberpistolen im Jagdschloss“, wenn alle einen heißen Ritter aus Eisen, Möbel aus Geweih, Dackel auf Weinflaschen oder zahme aber leider blinde Hirsche in der Granitz suchen. Altersfragen, Turm-Wettkämpfe, knisternde Brände – einige seltsame Geschichten lassen sich vom Jagdschloss erzählen und deshalb unternehmen die Besucher gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des Schlosses einen Rundgang der etwas anderen Art.

Am Donnerstag, dem 18. April um 14.15 Uhr lautet das Motto: „Der Hirsch und seine Krone“. Dann wird der der Hirsch als König der Wälder vorgestellt. Nicht jeder durfte ihn jagen – das war ein Vorrecht des Adels. Jagen hatte also viel mit Macht zu tun. Gemeinsam lernen die Kinder den Fürsten kennen, erkunden das Hirschgeweih, sprechen über die Bedeutung von Luxus und erleben ein rasendes Schwein im Salon.

Die Familienführungen eignen sich für Kinder ab 6 Jahren und ihre Begleitungen und dauern ca. 60 Minuten. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden Interessierte gebeten sich vorher unter der Telefonnummer 038393/6 67 18 76 44 anzumelden.

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