Jubiläumsjahr zu Ernst Moritz Arndt

Programm zum 250. Geburtstag lädt zu streitbarer Auseinandersetzung ein

Die Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft nutzt die aktuellen Jubiläumszeiten, um in einem Jahr voller Veranstaltungen aus Rückblick und Ausblick Impulse in und über Rügen und Vorpommern hinaus zu setzen. Ende des Jahres 2019 und damit im 700. Jahr des Stadtjubiläums seiner Geburtsheimat Garz/Groß Schoritz steht der 250. Geburtstag von Ernst Moritz Arndt an. Als streitbarer Geist steht er immer wieder im Zentrum von Diskussionen – nun lädt die Gesellschaft zur Auseinandersetzung mit diesem streitbaren Geist ein, der zwischen Barock und Bürgertum lebte.
„Blicken wir wie Ernst Moritz Arndt über den Tellerrand unseres unmittelbaren Umfelds hinaus? Sind wir in den Wechselfällen unseres Schicksals in der Lage, wenn nötig an neuem Lebensort Fuß zu fassen? Geht uns wie ihm das Geschehen in Deutschland und Europa so nahe, dass wir uns im Großen wie auch im Kleinen eine Meinung zur politischen Entwicklung bilden und sprechen wir diese aus? Mit anderen Worten: Leben wir unsere Ideen, Meinungen und Talente oder lassen wir diese eher ruhen?“ Diese Frage als Brückenschlag zwischen dem Leben und Wirken von Ernst Moritz Arndt und dem Hier und Heute bestimmt das Aktionsprogramm, mit dem der neue Vorstand der Gesellschaft eine stärker gegenwartsorientiere Vermittlungsarbeit auf den Weg bringt. Zahlreiche Veranstaltungen finden zu diesem Thema 2019 in Greifswald, Barth und anderswo statt. Doch auch das Geburtshaus des Denkers und das Arndt-Museum in Garz bieten ungewöhnliche Einblicke in sein Wirken.

Zu den weiteren Veranstaltungen gehören ein Werkstattgespräch mit dem Studententheater Greifswald e.V., die das Stück „Arndt – der Mann der vielen Eigenschaften“ erarbeitet haben, eine Radtour zu den Orten der Arndt’schen Märchen, ein Symposium der „Freunde des Pommerschen Landesmuseums“, eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis der Romantiker zum Judentum in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung und zum Abschluss ein Bürgertreffen „Demokratie und Streitbarkeit“ u.a. mit Bundestagspräsidenten a.D. Dr. Norbert Lammert. Alle Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr finden sich auf der Homepage der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft.

Am 13. April 2019 um 15 Uhr referiert der Landesarchäologe Dr. C. Michael Schirren, Landesarchäologie im Arndt-Geburtshaus in Groß Schoritz über „König Blauzahns Silberschatz?“. Die Entdeckung des Silberschatzes aus dem 10. Jahrhundert durch ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger im Frühjahr 2018 bei Schaprode fand ein breites öffentliches Interesse. Doch er ist vor allem als Quelle bedeutend, spiegelt er doch die wirtschaftliche und kulturelle Situation des südlichen Ostseeraumes im Frühmittelalter wider. Seiner tatsächliche Verbindung zur Flucht des legendären Dänenkönigs Harald Gormsson (genannt „Blauzahn“) wird nachgegangen, angereichert mit dem Hinweis, dass er auch Namenspatron der modernen Bluetooth-Funktion ist. Der reich bebilderte Vortrag verbindet die jüngste archäologische Sensation auf der Insel Rügen mit versierter Quellenkenntnis.
Schon seit dem 15. März zeigt das Arndt-Museum unter dem Titel „Auftakt – Inspiration Arndt“ in einer Gruppenschau Werke der Rügener Künstler Kerstin Langer, Günter Riechert, Silke Tolk-Ninnemann und Kalle Zangerl sowie von Carmen Schunke, die aus dem Harz stammt, mit eigenen bildnerischen Ansichten und Einblicken zu Ernst Moritz Arndt.

Weitere Informationen:
www.ernst-moritz-arndt-gesellschaft.de

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