Lesungen im MIZ

Über die Liebe der Großeltern und moderne Heldensagen mit Humor

Weil das MIZ eine moderne Stadtbibliothek ist, gibt es hier nicht nur Computerkurse für Kids, Filmabende und Ausstellungen – hier werden auch Lesungen veranstaltet, was eine folgerichtige Idee am passenden Ort ist.

Am 14. Februar um 19.30 Uhr ist die Autorin Julia Grosse eingeladen, aus ihrem Buch “Ein Leben lang: Was wir von unseren Großeltern über die Liebe lernen können“ zu lesen. Anschließend steht sie auch zum Gespräch bereit.

Mehr als siebzig Jahre lang waren Julia Grosses Großeltern ein Paar. Ihre Liebe erschien ihr als das Maß aller Dinge. An ihnen hat sie jede ihrer Beziehungen gemessen und sich immer wieder gefragt: Wie hält man eine so tiefe Verbundenheit über ein ganzes Leben aufrecht? Besonders in einer Zeit, in der es zahlreiche Beziehungsmodelle gibt, die längst nicht alle einen Ewigkeitsanspruch haben.

Und was für Wege gab es neben dem ihrer Großeltern? Um diese Fragen zu beantworten, ist Julia Grosse quer durch Deutschland und bis nach New York gereist. Sie hat Liebespaare getroffen, die auch nach vielen Jahren, tiefen Einschnitten und gemeisterten Krisen in der Gewissheit leben, ihren Seelenverwandten gefunden zu haben. Herausgekommen sind hinreißende Porträts die zeigen, dass die Liebe zwar nicht immer wie im Märchen verläuft, dass man aber trotz allem gemeinsam glücklich bis ans Lebensende sein kann.

Am 12. März wird der Comedy-Autor Stefan Schwarz erwartet. „Als Männer noch nicht in Betten starben: Deutsche Heldensagen“ heißt der Titel, den er an diesem Abend ab 19.30 Uhr im Medien- und Informationszentrum MIZ vorstellen wird. „War der kühne Siegfried ein eitler Gockel mit Hang zu schlechten Scherzen? Die schöne Kriemhild eine üble Bitch? Ihr Bruder Gunter ein geldgeiler Sack? Und der finstere Hagen in Wahrheit ein Staatsmann mit großem Weitblick und, nebenher, unverhohlen homoerotischen Neigungen?“, fragt er darin.

Doch nach Beschreibungen des Rowohlt-Verlages, bei dem das Buch erschienen ist, untersucht er auch, welche Bad Bank das Rheingold verzockt hat und wer eigentlich Tante Edda war? Frei von altertümelndem Bardendeutsch, dafür mit viel Gespür für peinliche Details, erzählt Stefan Schwarz die deutschen Heldensagen neu.

Mit unbändiger Fabulierlust, Spaß und ironischem Blick für die moralischen Ungeheuerlichkeiten dieser Geschichten lässt er die Figuren des deutschen Sagenkreises wiederauferstehen – nicht als strahlende Recken oder huldvolle Damen, sondern etwas dreckig, lebensprall, ungewöhnlich nachvollziehbar und mit einem losen Mundwerk sondergleichen.

Der Eintritt für beide Lesungen beträgt 7 Euro.

Weitere Informationen:
www.miz-bergen-auf-ruegen.de

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