Plan des Gymnasiums im Katharinenkloster, 1839 | Repro: Koserower Kunstsalon

Kultur im STRALSUND MUSEUM

Auf Spurensuche mit Erich Kliefert, Winterferien im Museum und Kulturtreff

„Auf den Spuren meines Großvaters“ heißt es am 2. Februar um 16 Uhr, wenn das STRALSUND MUSEUM zum Kulturtreff einlädt. Zu Gast ist diesmal Sabine Kliefert, eine Enkeltochter des Malers Erich Kliefert. Sie wird an diesem Nachmittag mit interessierten Gästen auf Spurensuche gehen und aus dem Leben ihres Opas erzählen, wie er gelebt und gearbeitet hat. Dabei war die Vorbereitung der Sonderausstellung im Katharinenkloster für sie „die einmalige Gelegenheit, noch einmal neu ihre Verbindung als Enkeltochter zu ihm und zu seinem Leben in Stralsund zu entdecken, und zu dem, was er hinterlassen hat“. Treffpunkt ist an der Museumskasse.
Nach gut zehn Wochen Ausstellungszeit endet die Sonderausstellung „Da, guck mal da!“ im Stralsunder Katharinenkloster am 3. März. Einen Tag zuvor lädt das Museumsteam ab 15 Uhr zur Finissage ein und würdigt so noch einmal das umfangreiche Schaffen des Malers Erich Kliefert, dessen Geburtstag sich im vergangenen Jahr zum 125. Mal jährte. Kliefert, dessen Lebenskreis sich mit 101 Jahren in Stralsund schloss, war eine jener charismatischen Künstlerpersönlichkeiten, die mit ihrem Werk Spuren für nachfolgende Generationen hinterließen. Jedem, der die Hansestadt jemals mit der Bahn besucht hat, werden seine Impressionen von Stralsund und Rügen in der Bahnhofsvorhalle in Erinnerung sein.
Bei der Finissage wird auch Enkeltochter Sabine Kliefert vor Ort sein, ebenso wie die kleine Druckwerkstatt vom Stralsunder Mückenschweinverlag und der Spielkartenfabrik vom Speicher am Katharinenberg. Die lädt bereits am 16. Februar von 14 bis 17 Uhr dazu ein, gemeinsam auf Originaldruckstöcken von Erich Kliefert Grafik zu produzieren. Ein Rundgang durch die umfangreiche Bilderschau, zu der auch persönliche Objekte des Künstlers und kleine Installationen gehören, komplettiert beide Veranstaltungen.
In den Winterferien lädt das STRALSUND MUSEUM jeweils um 10 Uhr wieder zu mehreren Veranstaltungen ein. So heißt es am 5. und am 12. Februar im Katharinenkloster „Zeitreise ins Mittelalter – kleine Mönche erforschen das Klosterleben“. Der Rundgang durch das mittelalterliche Gemäuer, selbstverständlich in Mönchskutten, endet im „Scriptorium“, wo man mit Gänsekiel, Tinte und Pergament der Schreibkunst einstiger Klosterbewohner nacheifern kann.
Wer Lust hat, mehr über „Pfeifkessel, Waschbrett und Co.“ zu erfahren, sollte sich am 7. oder 14. Februar an der Museumskasse im ehemaligen Krämerhaus in der Mönchstraße 38 einfinden. Gemeinsam mit interessierten Ferienkindern wird Museumspädagogin Angela Grigutsch dann nicht nur eines der ältesten Häuser Stralsunds erkunden, sondern sie will Mädchen und Jungen auch vertraut machen mit Gerätschaften, die im Alltag von dessen Bewohnern benutzt wurden. Statt einer elektrischen Waschmaschine gehörten Waschbrett und Bottich oder eine Zinkwanne zum Wäschewaschen. Auch mechanische Kaffeemühlen stehen heutzutage höchstens noch als Dekoration in der Küche, doch vor einem guten halben Jahrhundert durften sie im Hausrat nicht fehlen. Bei allen Veranstaltungen sind natürlich auch Eltern und Großeltern gern gesehene Gäste.
Beim nächsten Kulturtreff am 23. März ab 16 Uhr steht das Stralsunder Katharinenkloster im Mittelpunkt. St. Katharinen wurde als Dominikanerkloster in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet. Nach der Vertreibung des Mönchskonvents während der Reformation wurde hier ein städtisches Gymnasium eingerichtet, das sich die Räume im Lauf der Jahrhunderte mehrfach für eine kürzere oder längere Zeit mit Waisen, Soldaten, Zuchthäuslern und psychisch Kranken teilen musste. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts setzen STRALSUND MUSEUM und Meeresmuseum die Tradition der Wissensvermittlung in den alten Räumen fort. Der Vortrag von Historikerin Annette Scheffler handelt im Wesentlichen von der Geschichte des Gymnasiums, da diese mit 375 Jahren die bislang weitaus längste Nutzungsperiode darstellt. Treffpunkt ist die Museumskasse.

Weitere Informationen:
Museumskasse, Telefon 03831 / 25 36 18

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