Vilm Supracolor Soft 149

Egon Arnold mit Sonderausstellung im Ernst-Moritz-Arndt-Museum in Garz

Blau ist die Farbe, die im Dezember und Januar den Museumssaal des Ernst-Moritz-Arndt-Museums in Garz dominiert. Der Putbuser Künstler Egon Arnold, Jahrgang 1954, präsentiert in seiner Schau „Vilm Supracolor Soft 149“ ausgewählte Arbeiten von der Insel Vilm, deren eindrucksvolle Buchen schon einst Ernst Moritz Arndt in Gedichtform auf das Papier bannte.
Seit über 20 Jahren setzt er regelmäßig auf das kleine Eiland vor der Südküste Rügens über. In diesem einzigartigen Naturschutzgebiet, das nur beschränkt zugängig ist, malt und zeichnet er Szenen der Landschaft, vor allem eben jene urwüchsigen und bizarr geformten Bäume. Die Auseinandersetzung mit der hiesigen Natur ist für ihn dabei „Ausdruck der Hingabe und des Ankommens“ und hat sich in ihrer Beständigkeit zu einer bildhaften Chronik entwickelt.

Das Ernst-Moritz-Arndt-Museum in Garz ist das älteste Museum der Insel Rügen. Vorläufer des Museumsneubaus war seit 1929 die Heimatstube auf dem Dachboden der alten Stadtschule. Gründer Ernst Wiedemann (1883-1958) war Lehrer, Kantor sowie Rügenforscher und lebte in Garz. Sein Konzept war ein Rügen-Museum: Geologie, Historie, Kirchen- und Stadtgeschichte, Handschriften sowie die Ernst-Moritz-Arndt-Abteilung unter einem Dach vereint.
Der Architekt Erhard Schmidt aus Berlin erstellte den Entwurf für den Museumsneubau am Burgwall, der 1937 eröffnet wurde. Von 1965 bis 1969 erfolgte dessen Umgestaltung zum politischen Memorial für den Namenspatron Ernst Moritz Arndt. Fortan spezialisierte sich die Sammlungs-, Forschungs- und Ausstellungstätigkeit ebenfalls auf Arndt.
In den Jahren 1992/93 gab es eine wiederholte Neukonzeption und Ausrichtung zum Museum für Literatur und Geschichte mit den Sammlungsschwerpunkten Arndtiana, Regionalliteratur des 18. bis 20. Jahrhunderts, historische Persönlichkeiten, Stadtgeschichte, Alltagskultur und Archäologie. 2015 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht.

Heute präsentieren wechselnde Ausstellungen das Werk und die Wirkung des streitbaren Publizisten, Universitätsprofessors und Schriftstellers Ernst Moritz Arndt (1769 Rügen-1860 Bonn), der in Groß Schoritz, einem Dorf in der Nähe von Garz, geboren wurde. Sein Schaffen bietet reichlich Material für vielfältige Einblicke und eine kritische Auseinandersetzung mit politischer Geschichte, Publizistik und Literatur.
Anhand literarischer Quellen, archäologischer Funde und bedeutender Sachzeugnisse wird außerdem über die Kulturgeschichte der Stadt Garz und der Insel Rügen informiert. Die außergewöhnliche museale und bibliophile Sammlung bildet dabei das inhaltliche Fundament für ein lebendiges Museumsprogramm, das als kultureller Dialograum stets auch den Blick auf die Gegenwart richtet.

Die Sonderausstellung „Vilm Supracolor Soft 149“ von Egon Arnold ist noch bis zum 31. Januar 2019 zu besichtigen. Das Ernst-Moritz-Arndt-Museum ist zurzeit montags bis freitags von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Parkplätze gibt es direkt vor dem Museum.

Weitere Informationen:
www.stadt-garz-ruegen.de/ema-museum

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