Auch die schönen Bücher des mückenschweinverlags werden zum Kunstmarkt angeboten | Foto: Jugendkunst e.V.

Still und starr ruht der See

Spielkartenfabrik Stralsund veranstaltet ihren 14. Kunstmarkt

Zum Jahresabschluss lädt die Spielkartenfabrik Stralsund dazu ein, für einen Moment innezuhalten, um in den stabilen und angenehm geheizten Wänden des Speichers nach dem besonderen Geschenk Ausschau zu halten. Der Markt findet in diesem Jahr schon zum 14. Mal statt und wird traditionell am Vortag des vierten Advents abgehalten. Samstag, den 22. Dezember von 11 bis 19 Uhr bieten Künstlerinnen und Kunsthandwerker handgemachte Dinge und kleine Kunstwerke an. Dazu wird nicht nur die Werkstatt der Spielkartenfabrik im Erdgeschoss, sondern auch das Café in der ersten Etage genutzt.
Das backsteinerne Speichergebäude an der Stadtmauer, die historischen Druckmaschinen und die lebendige Atmosphäre eines Ortes, an dem täglich schöne Drucksachen entstehen, bilden einen stimmungsvollen Rahmen für den Kunstmarkt. In der Spielkartenfabrik besteht zudem die Gelegenheit, auch die „Macher“ kennenzulernen, denn die meisten von ihnen betreuen ihr Angebot persönlich.
Kein Wunder, dass es in dem „arbeitenden Museum“ zum Kunstmarkt zahlreiche ungewöhnliche Drucksachen gibt. Aus der Eigenproduktion sind ungewöhnliche Spielkarten erhältlich, die in kleinen Auflagen und Handarbeit vor Ort gedruckt wurden. Das erweiterte Pokerblatt des ostdeutschen Pop-Art-Künstlers Henning Wagenbreth ist schon wegen der skurrilen Bildideen ein kleiner Schatz. Soeben erschienen sind die Rommé- und Orakelkarten BLATT GOLD. Sie sind in Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig entstanden.
Die schönen Bücher des hier ansässigen mückenschwein Verlags, werden ergänzt durch Drucksachen des quetsche Verlags, fotografische Erzeugnisse der Stralsunder Edition Herre, Papier und Bücher der Edition Balance sowie Bücher von Bernd Straub. Außerdem gibt es Grafik von Andreas Hedrich und Britta Matthies, von der auch Malerei zu sehen ist. Auch Lina Tegtmeyer und Ines Fabian, sowie Natsuyo Koizumi zeigen ihre grafischen Blätter.
Schmuck der Werkstatt „renitent“ und von Claudia Küster ergänzen das weihnachtliche Angebot ebenso, wie Keramik von Kathrin Jacobs und aus der Werkstatt „Meereston“. Gegen kalte Ostseewinde können Strickmützen von Uta Bertelt erworben werden. Wie in jedem Jahr steigt das Angebot bis zur Eröffnung mit weiteren Kollegen, die sich der kreativen Atmosphäre in der Spielkartenfabrik nicht entziehen können.
Der Markt öffnet seine Pforten um 11 und schließt um 19 Uhr. Ab 14 Uhr wird der Stralsunder Rock- und Popchor „Heart Beat“ Werkstatt und Besucher mit handgesungenen Stücken in Schwingung versetzen.

Weitere Informationen:
www.spiefa.de

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