Entdeckungen im Naturschutzgebiet

Wanderung auf der Insel Pulitz mit artenreicher Flora und Fauna jetzt wieder möglich

Nordöstlich der Inselhauptstadt Bergen auf Rügen liegt ein für Naturfreunde hochinteressantes, von der Deutschen Bundes­stiftung Umwelt geschütztes Gebiet im Kleinen Jasmunder Bodden – die kleine waldbedeckte Halbinsel Pulitz. Seit 2009 ist diese Fläche Bestandteil des FFH-Gebiets Kleiner Jasmunder Bodden mit den Halbinseln und Schmaler Heide sowie des Vogelschutzgebiets Binnenbodden von Rügen.
Weil in diesem besonderen Naturraum schützenswerte Greifvögel wie Habicht, Rohrweihe und Seeadler leben, ist es jeweils vom 15. Januar bis zum 15. Juli nicht erlaubt, Pulitz zu betreten. Denn in dieser Zeit sollen die Vogelarten völlig ungestört brüten und ihre Jungen aufziehen. Neben stattlichen Eichen und Buchen, Ahorn und Erlenbrüchen ist am Südost- und Südufer außerdem eine herrliche alte, verwilderte Lindenallee zu finden. Außerdem beherbergt die Fläche das einzige Kesselmoor Rügens mit Wollgras, Torfmoosen und Flatterbinse.
Bereits 1318 siedelten hier nachweislich Menschen. Auf der schwedischen Matrikelkarte von 1695 sind Ackerflächen in der Inselmitte verzeichnet, die Laubwald umgibt. Diese Äcker wurden jedoch ab 1886 mit Nadelbäumen aufgeforstet und 1890 ein Damm gebaut, der Pulitz mit dem Rügener Festland verbindet.

Möchte man eine Wanderung unternehmen, so fährt man auf der B 196 von Bergen in Richtung Binz und biegt kurz hinter Bergen links nach Zittvitz ab. Man folgt den Schildern bis zum Örtchen Stedar mit Gutshaus und kann dort direkt am Ortsausgang parken.
Hier am Feldwegrand beginnt auch sofort die wunderschöne Allee zur Halbinsel Pulitz. Man geht leicht bergan, passiert einen Rastplatz mit Aussichtspunkt, läuft bergab an einer Streuobstwiese vorbei und hält sich an der nächsten Wegkreuzung rechts. Ein aufgeschütteter Damm führt direkt auf die Halbinsel.
An der Gabelung geht man am besten nach rechts auf den Rundweg, um die gesamte Halbinsel abzulaufen. Circa 2,7 Kilometer weiter zweigt ein unscheinbarer Trampelpfad ab, dem man etwa 130 Meter folgt. Dann befindet man sich am einzigen Ausblick über den Kleinen Jasmunder Bodden mit Sicht zu den gegenüber liegenden Halbinseln Buhlitz und Thiessow. Im idyllischen Uferbereich des Sonnenhakens kann man am Picknickplatz eine Pause einlegen.
Zurück auf dem Rundweg, kommt man gleich an die nächste Weggabelung. Entweder kürzt man die Inselumquerung nun direkt über den links führenden, inselmittigen Weg ab oder läuft geradeaus weiter auf dem Rundkurs um das östliche Ende herum bis zur Ausgangswegkreuzung. Hier wirkt alles etwas verwunschen, da diese Strecke oft urwaldähnlich zugewachsen ist. Von hier wieder nach rechts einbiegend, geht es auf bekannter Strecke circa 1,8 Kilometer bis zum Parkplatz in Stedar zurück.
Von Stedar aus mit einem Abstecher zum Sonnenhaken sind es zu Fuß etwa neun Kilometer rund um die Halbinsel Pulitz.

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