Ausschnitt aus der Großen Lubinschen Karte von 1618 – ein kartografischer Meilenstein für Pommern | Foto: STRALSUND MUSEUM

Kultur im STRALSUND MUSEUM

1. Stralsunder Museumsnacht, ein Meisterwerk der Kartografie, Tag des offenen Denkmals

Der 1. September ist Termin für die Premiere der 1. Stralsunder Museumsnacht am Sund. Die großen Stralsunder Museen öffnen an diesem Tag von 19 bis 23 Uhr ihre Türen zum kostenlosen Besuch. Natürlich ist auch das STRALSUND MUSEUM mit von der Partie. Hier dürfen sich die Besucher auf eine Führung in der Sonderausstellung „Bilder voller Poesie – Stralsunder Kunst im 19. Jahrhundert“ mit Ausstellungskuratorin Dorina Kasten um 19 Uhr ebenso freuen wie auf zwei Highlightführungen um 19 und 20 Uhr zu besonderen Museumsschätzen. Natürlich können Gäste die Ausstellungen im Katharinenkloster auch in Eigenregie erkunden.

Zum Tag des offenen Denkmals öffnen am 9. September 2018 bundesweit mehrere Tausend historische Bauten, Parks und archäologische Stätten unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ ihre Türen für Kultur- und Geschichtsfans. Das STRALSUND MUSEUM wird aus diesem Anlass mit dem Deutschen Meeresmuseum gemeinsame Führungen durch das Katharinenkloster anbieten.

Zwei Museen in einem Kloster, das verbindet nicht nur, sondern schafft viele Möglichkeiten für Synergien, von denen Besucher natürlich profitieren sollen. So werden bei diesen gemeinsamen sonntäglichen Rundgängen auch Räume des einstigen Dominikanerklosters zugänglich sein, in die man sonst nicht gelangt. Die Führungen beginnen jeweils um 13.15 Uhr, 14.15 Uhr und 15.15 Uhr an der Kasse des STRALSUND MUSEUMs. Kostenlose Eintrittskarten, die es hier im Vorfeld gibt, sollte man sich rechtzeitig sichern.

Mit ihrer Eröffnung am 28. September um 18 Uhr lockt das STRALSUND MUSEUM mit einer Sonderausstellung, in der die Lubinsche Karte von 1618 im Fokus steht. Diese Karte war bis zum 18. Jahrhundert die Grundlage für alle gedruckten Landkarten Pommerns. Bis heute ist sie von großer historischer und künstlerischer Bedeutung. Schöpfer dieser ersten vollständigen Karte des Herzogtums Pommern war der an der Rostocker Universität lehrende Eilhard Lubinus. Er gehörte zu seinen Lebzeiten (1565 bis 1621) zu den bekanntesten Gelehrten und setzte sich mit der Lubinschen Karte als seinem wichtigsten und umfangreichsten Werk selbst ein Denkmal.
Eilhardt Lubinus gilt heute als ein bedeutender Geograph des 17. Jahrhunderts. Sein erstes kartografisches Werk war die Landkarte der Insel Rügen, die als Kupferstich von Jodocus Hondius 1609 im Atlas von Mercator und Hondius „L’Atlas ou Mediationes cosmographiques“ erschien. Lubinus widmete sie seinem Förderer, dem Herzog Philipp Julius von Pommern-Wolgast.
Beim Herzog Philipp II. von Pommern-Stettin fand die Karte ebenso Anerkennung. Er gab 1610 Lubinus schließlich den Auftrag, eine Karte für das gesamte Herzogtum Pommern zu erstellen. Nach umfangreichen Vorarbeiten durchreiste dieser von August bis Oktober 1612 Pommern und führte die notwendigen Landvermessungen durch. Der 1614 gefasste Beschluss, die Karte mit den Ansichten der Städte, den Wappen der adligen Familien und den Porträts der damals lebenden Herzöge zu ergänzen, erhöhte den Aufwand für das Kartenwerk beträchtlich. Schließlich kamen noch ein Stammbaum des Greifenhauses und eine landeskundliche Beschreibung des Herzogtums dazu.
Der Kupferstecher Nikolaus Geelkercken gravierte die Karte in Amsterdam auf zwölf Kupferplatten. Die gedruckten Blätter wurden zu einer Karte im Format 1,25 x 2,21 Meter zusammengefügt. Im November 1618, einige Monate nach dem Tod Philipps II., konnte Lubinus die ersten Exemplare in Wolgast an Philipp Julius überreichen.
Die Ausstellung, in der unter anderem auch zeitgenössische Messinstrumente, Literatur, Münzen und Medaillen gezeigt werden, ist in der Kleinen Kojengalerie im Katharinenkloster bis zum 27. Januar 2019 zu sehen.

Weitere Informationen:
Museumskasse, Telefon 03831 / 25 36 18

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