Aktuelle Ausstellungen im CIRCUS EINS

Helmut Senf und Christian Frosch sind Künstler aus der Region

Die Galerie CIRCUS EINS zeigt aktuell zwei Ausstellungen in jeweils einem Flügel des Kronprinzenpalais‘. Arbeiten in und auf Metall des Rügener Künstlers Helmut Senf stehen Werken von Christian Frosch gegenüber, der sich auf konzeptuelle Weise mit Malerei auseinandersetzt.

Zum 85. Geburtstag des Rügener Künstlers Helmut Senf zeigt die Galerie ausgewählte Werke aus seinem Schaffen als Emailkünstler und Kunsthandwerker. Neben den Bildplatten in Industrieemail, die vorwiegend der Konkreten Kunst verpflichtet sind, werden erstmals frühe, teils figurativ angelegte Arbeiten in Schmuckemail sowie Schmuck und Gerät vorgestellt. Senf gehört zu den namhaften Vertretern der konkreten Kunst in Erfurt. Er ist Mitbegründer der Erfurter Ateliergemeinschaft, die schon in den 1960er Jahren alternative Ausstellungen außerhalb der DDR-Staatsdoktrin organisiert hat. Der 1933 in Thüringen geborene Helmut Senf studierte am Institut für künstlerische Werkgestaltung Burg Giebichenstein Halle und arbeitete nach seiner Ausbildung zunächst als Emailleur und Gürtler in den Kirchlichen Werkstätten Erfurt. Später war er selbst Lehrender an zwei Hochschulen. Helmut Senf begann als ästhetischer Wanderer zwischen dem Kunsthandwerk und der freien Kunst, Gebrauchsgegenstände entstanden stets parallel zu lyrisch-konstruktiven Skulpturen. Seit den 1980er Jahren gehört auch die konkrete Malerei zu seinem Werk.

Mit Zuversicht in die Kraft der Kunst untersucht Christian Frosch die Bedingungen der Malerei. In standardisierten Arbeitsabläufen folgt er Testreihen und Versuchsanordnungen von pseudo-wissenschaftlichem Charakter. Er verbietet sich die Fantasie und das Malen, um die Eigendynamik seines Materials zu erforschen. Aus dem Widerstand gegen den Tod der Malerei, entstehen teils romantische Werke als Konzeptkunst mit einer Spur Dada. Christian Frosch wurde 1968 in Gräfelfing geboren und lebt seit 2015 in Greifswald. Er hat an der Akademie der bildenden Künste München und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. 2003 arbeitete er mit Unterstützung der GOLART-Stiftung München als Gaststipendiat in der Villa Romana in Florenz, seit 2015 ist er Professor für Malerei/Zeichnung/Raum und interdisziplinäre künstlerische Strategien am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald.

Die Ausstellungen sind bis zum 28. Oktober täglich von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Weitere Informationen;
www.circus-eins.de

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