Die wertvolle St. Marienkirche in Bergen steht unter dem Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz | Foto: Karl-Heinz Gottschalk (goka)/pixelio.de

25 Jahre Tag des offenen Denkmals

Am zweiten Septembersonntag laden Baudenkmale zum Besuch – auch St. Marien Bergen

Mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am 9. September ihre Türen. Koordiniert wird diese jährliche, bundesweite Veranstaltung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn. Innerhalb von 25 Jahren hat sie sich so dank Denkmaleigentümern, Fachleuten, den Gemeinden, Städten und Planungspartnern zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt.
Das Jahresmotto 2018 „Entdecken, was uns verbindet“ nimmt ausdrücklich Bezug auf das Motto des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 „Sharing Heritage“. Zusammen mit ihren Besuchern gehen die Organisatoren des Tags auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen. Dabei verfolgen sie etwa Fragestellungen nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, Baumaterialien oder Stilelementen.
In Bergen auf Rügen ist die bedeutsame St. Marienkirche neben dem Klosterhof geöffnet. Um 1180 unter Lehensfürst Jaromar I. als romanische Basilika mit Querschiff begonnen, sollte sie ursprünglich als Herrschaftskirche (Pfalz) dienen. 1193 jedoch weihte man sie als Klosterkirche des Nonnenklosters Bergen. St. Marien ist das älteste erhaltene Gebäude der Insel Rügen und eines der frühesten Ziegelbauten der gesamten Region. Im Ostteil romanisch, gehören Langschiff und Obergeschoss des Querbaus der Gotik an. Wertvolle Ausstattungsstücke sind das Taufbecken (14. Jh.), die große Kirchenglocke (1445), Kronleuchter (17. Jh.), Barockkanzel (1776) und Altar (1730).
Von 1896 bis 1903 erfolgte die letzte große Restaurierung der Kirche. Dabei wurde auch der beachtenswerte Wandmalerei-Zyklus aus der Romanik mit biblischen Motiven im Chor und östlichen Querbau, welche man nach der Reformation übermalte, restauriert und ergänzt. Im Norden der Kirche zeigt sich so das himmlische Paradies, mit den Köpfen der Seelen als Blütenkelche, im Süden Fegefeuer und Hölle, wo jammernde Seelen von kleinen Teufeln gemartert werden. Nirgendwo in Norddeutschland ist eine derartige Totalausmalung nach einheitlichem Bildprogramm noch erhalten. Einmalig ist auch das Zifferblatt der Kirchturmuhr an der Nordseite des Turmes, es besitzt seit 1983 eine 61-Minuten-Teilung. Nachdem ein Orkan die Uhr beschädigt hatte, musste nach ihrer Erneuerung in einer Lücke zwischen der 11 und der 12 eine weitere Markierung angebracht werden.
St. Marien Bergen ist außerdem eine Station auf der „Europäischen Route der Backsteingotik“ sowie Teil des Denkmalpflegeprogramms „National wertvolle Kulturdenkmäler“.

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