Wilhelm Löber in der Orangerie

Ausstellung zu dem vergessenen Bauhausschüler und Rügenkeramiker

Im Vorjahr des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums soll mit dieser Ausstellung der KulturStiftung Rügen an den nahezu in Vergessenheit geratenen Bauhausschüler und Künstler Wilhelm Löber erinnert werden. Noch bis zum 26. August zeigt sie in der Orangerie Putbus Exponate zu Leben und Werk von Wilhelm Löber.

Am Bauhaus wurden etwa 1400 Studenten ausgebildet. Nur etwa 40 Bauhäusler blieben in der ehemaligen DDR, davon 14 als bildende Künstler. Im heutigen Mecklenburg-Vorpommern wirkten lediglich vier: Gerhard Marcks, Lyonel Feininger, Dörte Helm und Wilhelm Löber. Löber ist der einzige, der auch auf der Insel Rügen tätig war.
Walter Gropius hatte 1921 seine Mitarbeiter aufgefordert, von allen typischen und qualitativ guten Produkten der Bauhaus-Werkstätten Fotodokumentationen anzufertigen. Mit den bisher fünf bekannten Alben liegen unschätzbare Zeitdokumente vor. In keinem der Alben sind Werke von Wilhelm Löber zu finden.
In der Ausstellung wird nunmehr erstmalig ein neues, bisher unentdecktes, „6. Bauhaus-Album“ vorgestellt. Wilhelm Löber hat den Rat von Gropius befolgt und von seinen Werken Fotos gemacht oder machen lassen. Wilhelm Löber war der Prototyp eines Bauhäuslers, der Kunst und Handwerk zusammenführte. Er war einer der vielseitigsten Künstler seiner Zeit. In Dornburg, wo seine Ausbildung als Keramiker erfolgte, gehörte er zu den 19 Studierenden in den 20er Jahren. Die immer noch von der der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin (KPM) produzierte „Löberschale“ avancierte zu einem Klassiker. Das Denkmal für Walther von der Vogelweide in Halle (1931) und der Goethebrunnen in Ilmenau (1932) brandmarkten die Nationalsozialisten als „Entartete Kunst“. In Mecklenburg-Vorpommern findet man mehrere Werke im öffentlichen Raum. Einem größeren Publikum ist Wihelm Löber als Fischland- und Rügenkeramiker in Erinnerung.

Gezeigt werden rund 150 Exponate, darunter die Fotografien seiner Entwürfe für das Bauhaus Weimar in den Jahren 1925 bis 1927. Aber auch der 28 Kilogramm schwere Bronzeadler aus dem Jagdschloss Granitz ist Teil der Exposition sowie Plastiken und Keramik aus unterschiedlichen Schaffenshasen. Initiiert und organisiert wurde die Schau zu Wilhelm Löber von dem Rostocker Arzt und Sammler Dr. Hartmut Gill, der auch den Großteil der Exponate zur Verfügung stellt. Er fand 2016 auch das fehlende so genannte „6. Album“, in dem Löber Bauhausentwürfe dokumentiert sind. Die Ausstellung ist bis zum 26. August dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

Weitere Informationen:
www.kulturstiftung-ruegen.de

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