Landschaftag bei Bauer Lange in Lieschow

Zuchtverband M-V stellt alte regionale Rasse Rauhwolliges Pommersches Landschaf vor

Als einzige einheimische Rasse in ihrem Stammzuchtgebiet ist das Rauhwollige Pommersche Landschaf bestens an das raue Küstenklima angepasst. Regen, Nässe und kalter Wind können ihm nichts anhaben, es trotzt allen Wettern. Die robusten Nutztiere prägten seit jeher das typische Landschaftsbild der Insel Rügen und sind auch heute noch in den schönsten, aber nährstoffärmsten und urwüchsigsten landschaftlichen Bereichen, zum Beispiel auf dem Mönchgut oder in der Heide auf Hiddensee, tätig. Für die ehemaligen dort ansässigen Fischerbauern waren sie ebenfalls eine wichtige weitere Quelle für Wolle, Fleisch und sogar Milch.
Besonders markant für die mittelgroße, feinknochige und vor allem sehr alte Rasse ist, das beide Geschlechter hornlos sowie Kopf und Beine unbewollt und nahezu tiefschwarz sind. Die Tiere mit manchmal angedeutetem Aalstrich auf dem Rücken sind nur 55 bis 65 Kilogramm schwer. Bei den Böcken erfolgt mit zunehmenden Alter eine Mähnenbildung an Hals, Brust, Widerrist oder Flanke. Die lange, gut spinnfähige Mischwolle erscheint blaugrau bis bräunlich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand man die alte Landschaf-Rasse zusehends seltener vor. Sie drohte, der Vereinheitlichung zum Opfer zu fallen, wäre sie nicht von der UNO auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen gesetzt worden. Mittlerweile haben sich ihr wieder mehr begeisterte Züchter zugewendet.

Für Samstag, den 4. August hat der Schaf- und Ziegenzuchtverband M-V bei Bauer Lange in Lieschow, Gemeinde Ummanz eine Veranstaltung organisiert, um die kulturelle Bedeutung dieser alten Schafrasse wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Der Landschaftag soll ein Bewusstsein dafür wecken, das das Rauhwollige Pommersche Landschaf etwas Originales und Ureigenes der Insel Rügen präsentiert und die Tiere einem breiteren Publikum zugänglich machen.
Die Veranstaltung dient in erster Linie als Treffpunkt von Schafzüchtern hauptsächlich aus M-V, die ihre Tiere einer Körkomission vorstellen. In einem Wettbewerb, bei dem es um den Vergleich rassespezifischer Eigenschaften geht, werden die Landschafe gegeneinander gemessen. Auch Interessenten aus anderen Bundesländern sind vor Ort, die im Anschluss auf einer Versteigerung Zuchtböcke dieser vom Aussterben bedrohten Rasse erwerben können.
Besucher und Interessenten sind ab 10 Uhr in Lieschow, Hof 37 jedoch ausdrücklich willkommen, um teilzuhaben an den von Züchtern oder Preisrichtern moderierten Rassebewertungen und an der Kür des typvollsten Bockes „Mr. Rügen“ mitzuwirken. Außerdem wird es einen Wollsieger und einen Publikumsliebling geben, auch einige weibliche Tiere werden bewertet und rangiert.
Weiterhin kann man sich an diesem Tag über die Schafhaltung speziell des Pommernschafes informieren, denn die Akteure aus den zuständigen Fachkreisen sowie Schafzüchter des Pommernschafes (RPL) sind selbstverständlich anwesend und beantworten alle neugierigen Fragen gern. Es gibt Einblicke in die Wollbewertung, man kann zuschauen bei der Wollschur und Herstellung einiger Wollprodukte. Letztere können in Form von Teppichen, Decken sowie toller Outdoor-Kleidung der Firma Nordwolle begutachtet werden – direkt vom Pommernschaf und anderen Rassen. Die Gastronomie von Bauer Lange sorgt zudem für eine zünftige kulinarische Rundumversorgung.

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