Rügener Apfel

Zuccalmaglio-Renette ist würziger Partner für Bio-Obstbrand

Wenn die mittelgroßen Äpfel reif sind, leuchten sie zitronengelb durch das dicke Grüne der Obstwiese im Westen der Insel Rügen. Rainer und Maren Hessenius von der 1sten Rügener Edeldestillerie lieben die Zuccalmaglio-Renette – und wissen auch, wie man sie ausspricht. Doch die beiden Brennspezialisten überzeugt nicht nur das Aussehen der alten Sorte, sondern vor allem ihr Geschmack. Der Apfel besitzt ein leicht kampherartiges Aroma, das Pomologen „alantartig“ nennen, weil es an die alte Heilpflanze Alant erinnert.
Die Sorte gilt als eine der besten deutschen Züchtungen von Dietrich Uhlhorn, jun., der in Grevenbroich im Rheinland gewirkt hat. Sie ist 1878 aus der Befruchtung der „Ananas-Renette“ mit dem „Pupurroten Agatapfel“ hervorgegangen und wurde nach dem Justizrat Zuccalmaglio benannt. Erstmals beschrieben wurde der Apfel in den „Pomologischen Monatsheften“ im Jahre 1901. Die Zuccalmaglio-Renette prägt sich durch ihr festes, nach Lagerung mürbes Fruchtfleisch aus. Weil der Apfel sehr saftreich und so köstlich gewürzt ist, eignet er sich fantastisch, um im Konzert mit anderen Sorten zu dem Lieschower Edelobstbrand „Rügener Apfel“ veredelt zu werden.

Maren und Rainer Hessenius kommen beide aus der Top-Gastronomie und kennen daher den Zusammenhang zwischen Qualität und Geschmack. Schon seit 1996, als sie die Brennerei im Westen der Insel Rügen gegründet haben, sind die Standards der ökologisch sinnvollen Produktion für sie eine Selbstverständlichkeit. Auf rund 4,5 ha eigener Anbaufläche unmittelbar an der Brennerei wird ein Teil des Obstes angebaut, der andere Teil stammt von dem ebenfalls BIO-zertifizierten Obstparadies Altkamp im Süden Rügens. Für die beiden Brennmeister und Inhaber der Destillerie garantieren die altbewährten Sorten gute Erträge und hohe Widerstandsfähigkeit. Das optimale Klima hat auf Rügen traditionell viele alte Sorten bestehen lassen. Und was zwischenzeitlich verschwunden war, haben die erfahrenen Gastronomen und Brenner wieder angesiedelt. Dazu arbeiten sie mit Koryphäen der Obstbaugeschichte zusammen. Allein sieben unterschiedliche Apfelbrände werden in einem modernen Brenngerät in Lieschow destilliert, dazu, neben anderen, drei Pflaumen- und vier Birnenbrände. Anders als traditionell üblich, wird beim Brennvorgang nur einmal Wärme zugeführt – so bleibt das wertvolle Fruchtaroma erhalten.

Weitere Informationen:
www.1ste-edeldestillerie.de

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