Auch bei der Schmachter Lounge sind die Soundsysteme von Inselklang dabei | Foto: Kurverwaltung Ostseebad Binz/Christian Thiele

HiFi für die Straße und das Wohnzimmer

Soundsysteme von Inselklang sind Luftschlösser mit perfektem Klang

Was entsteht, wenn ein Physikverrückter, ein Architekt und ein Tonmeister sich auf der Insel Rügen treffen? Ein singendes Haus? Nein, Lautsprecher, die schön sind und extrem gut klingen. Am Beginn der Zusammenarbeit von Jannis Tolk, Malte Sodmann und Paul Reiß stand die eigene Begeisterung für Musik und die Soundsysteme in den Ghettos der jamaikanischen Stadt Kingston. Dort waren selbstgebauter Lautsprecher ein wichtiger Bestandteil einer Subkultur, die neue Musik erfand und dieses direkt und auf der Straße dem Publikum vorspielen wollte.
In den 1950er Jahren entwickelten sich den Ghettobewohnern, die kaum Zugang zu offizieller Kultur besaßen, zahlreiche Musikrichtungen wie Ska, Rocksteady und Reggae – Musik, die später weltbekannt wurde und bis heute gespielt und gehört wird. Selbst gebaute Soundsysteme waren verrückte Skulpturen, die Aufmerksamkeit erregten und sehr differenziert Krach machen konnte. Wer sich ab sofort mittwochs zur Schmachter Lounge in Binz begibt, der kann erleben, wie gut das klingt. Engagiert von der Kurverwaltung, legen dort immer von 19 bis 22 Uhr wechselnde DJs auf und nutzen die Soundsysteme der Rügener Produzenten „Inselklang“.
„Wir wollen niemals das Gefühl verkaufen für den Kommerz, niemals Kreativität gegen Monotonie eintauschen und dem Stumpfsinn verfallen“, lautet das Credo der „Maker“. Das bedeutet jedoch nicht, keine Verkaufsgespräche führen zu können. Immer wieder organsiert Inselklang, zu dem außer dem harten Kern einige Satelliten gehören, öffentliche Lounges, oft an ungewöhnlichen Orten, wo jeder und jede die Chance hat, den Sound zu erleben oder selber Platten nach Wunsch aufzulegen. Schallplatten – ja, die gibt es noch und auch immer wieder neu. Vinyl hat sich bewährt und kommt gerne zum Einsatz. Im steten Pendel zwischen Rügen und Berlin sind die drei Inselkinder und ihre Freunde stets nah dran an neuen Entwicklungen und spannenden Sounds. Ihre Lautsprecher funktionieren auch im übertragenen Sinn als Mittler zwischen der Küste und dem Beton.
Ab 18. August 2018 sind die Klangkörper auch in der Kultur- und Wegekirche Landow zu erleben. Dann können Besucher den „Hörgenuss der besonderen Art“ erleben und CDs von der speziell von Inselklang für die Kirche gebauten Soundanlage hören. Die Installation ist nach der Eröffnung bis zum 31. August täglich von 10 bis 16 Uhr in der Kirche zugänglich.

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