Der Atlasseidenspinner lebt nur wenige Tage | Foto: Alaris Schmetterlingspark

Ein Ausflug in tropische Gefilde

Schmetterlingspark in Sassnitz ist einzigartiges Naturerlebnis

Während oft alles den Erwartungen gemäß verläuft, kann man in Sassnitz immer wieder mit exotischen Begegnungen rechnen. Das liegt an der Hafenstadt, die eher rau ist, aber eben auch zahlreichen Kuriosa tolerant Raum bietet. Mindestens ebenso weit gereist wie das englische U-Boot, das man im Hafen besichtigen kann, sind auch die tropischen Schmetterlinge im Alaris Schmetterlingspark. Tropische Schwüle empfängt den Besucher in dem sechseckigen Gebäude aus Holz und Glas. Erst wenn man sich an die Luftfeuchtigkeit von 75 bis 80 Prozent und Temperaturen von bis zu 47 Grad Celsius gewöhnt hat, gehen auch die Augen auf. Was eben noch wie ein Blatt aussah, wird nun zu einem riesigen schlafenden Falter. Was wir für eine Blüte hielten, ist ein Schmetterling im leuchtenden Sonntagsstaat. Hier wird nichts auf dem Tablett serviert, hier heißt es schauen, fühlen, hören, entdecken. Kinder fühlen sich dabei wie Forschungsreisende des 19. Jahrhunderts.
Die Mitarbeiter des Parks fiebern selber mit, wann denn nun endlich der Atlasseidenspinner schlüpft. Er besitzt eine Flügelspanne von bis zu 30 Zentimetern und gehört damit zu den größten Schmetterlingsarten überhaupt. Seit Mai sind schon 23 Atlasseidenspinner im Sassnitzer Park geschlüpft. Tragischerweise werden sie nur wenige Tage alt, denn sie können keine Nahrung zu sich nehmen. Darum ist ihr erstes Ziel, für Nachwuchs zu sorgen. Gleich nach dem Schlüpfen beginnt die Paarung, es werden Eier gelegt – und der wunderschöne Schmetterling verstirbt. Der Atlaseidenspinner verharrt anschließend bis zu einem Jahr in der Puppenruhe, um sich dann plötzlich in aller Pracht zu entfalten
Insgesamt 46 Arten kann man hier in Sassnitz beobachten und Besucher, die rote Kleidung tragen oder parfümiert sind, haben gute Chancen, dass sich eine der Schönheiten auf ihrer Kleidung ausruht. Im Laufe der Saison sind mehr als 140 verschiedene Schmetterlingsarten zu beobachten. Jeder Monat hat seine Höhepunkte. Seit kurzem erweitert eine Gruppe chinesischer Zwergwachteln die tropische Welt. Im Eingangsbereich befindet sich außerdem ein Terrarium, in dem „wandelnde Blätter“, Gespensterheuschrecken und Stabheuschrecken leben. Der Schmetterlingspark ist bis zum 30. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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