Die Galerie CIRCUS EINS ist Veranstalter der Schau an drei Standorten | Foto: Susanne Burmester/CIRCUS EINS

CIRCUS CIRCUS – Kunstsommer in Putbus

Ausstellungsreihe findet an drei Standorten in und um Putbus statt

Auch in diesem Sommer bildet die Galerie CIRCUS EINS im Kronprinzenpalais der fürstlichen Residenzstadt Putbus wieder das Zentrum für ein ungewöhnliches Kunstereignis. Dafür wird neben der historischen Schmiede in Lauterbach, auch die Kapelle in Kasnevitz und der Keller des klassizistischen Eckgebäudes bespielt. Die Schau an drei Standorten wird am 14. Juli um 17 Uhr eröffnet und ist bis zum 26. August täglich von 11 bis 17 Uhr zu sehen.
Während in den Galerieräumen der japanische Künstler Hiroyuki Masuyama seine digitalen Fotocollagen zu Caspar David Friedrich zeigt, verwandelt der finnische Künstler Joonas Jokiranta die Kellerräume in ein Gesamtkunstwerk, das existentielle Fragen mit multimedialen Mitteln untersucht. Der 1980 geborene Künstler nutzt für seine vielschichtigen Installationen diverse Medien, darunter Video, Sound, Objekte und seinen eigenen Körper mit dem Ziel: „… dem Publikum eine Reise durch die Dekadenz der post-industriellen Gesellschaft zu ermöglichen.“
Die Kapelle Kasnevitz an der St. Jakob-Kirche wurde viele Jahre lang nur als Lager genutzt, bevor Mitglieder der Gemeinde sie in diesem Jahr wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. In Zusammenarbeit mit Susanne Burmester, der Kuratorin von CIRCUS EINS ,sollen hier zukünftig Kunstprojekte realisiert werden, die einen Bezug zum Ort und zum spirituellen Charakter der Kapelle suchen. In diesem Jahr konnte Hiroyuki Masuyama gewonnen werden, eine Installation vorzunehmen. Seine Fotocollagen von blühenden Blumenwiesen existieren in riesigen Panoramen – hier wurden Ausschnitte davon vor sechs schmale Fensteröffnungen gelegt. Beleuchtet mit dem wandernden Licht der Sonne und ergänzt durch frische Blumenarrangements der Gemeindemitglieder machen sie aus dem früheren Ort für die Toten, einen Ort des Lebens, der Freude und der Begegnung.
Die historische Schmiede auf dem Gelände der FLZ Stahl- und Metallbau Lauterbach GmbH wird in diesem Jahr mit Werken von Sara Pfrommer bespielt. Ihre Videoarbeiten gehen steht von einer experimentellen Haltung aus. Die 1980 geborene Künstlerin beobachtet mehr, als dass sie inszeniert. Hier wird sie die authentisch erhaltenen Gegebenheiten der Schmiede aufgreifen und ihre Videoarbeiten wie einen erweiternden Kommentar zu dem Ort mit Geschichte installieren.

Weitere Informationen:
www.circus-eins.de

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