Vor 850 Jahren fiel die Burg Arkona

Symposium präsentiert den aktuellen Stand der Forschung auch für Gäste

Die Burg Arkona im Norden der Insel Rügen ist ein hervorragendes Denkmal europäischer Geschichte. Im Juni 1168 eroberten die Dänen unter König Waldemar I. und Bischof Absalon die Burg Arkona und zerstörten das letzte große heidnische Heiligtum im westlichen Ostseeraum. Seit vielen Jahren finden auf dem Gelände der Burg archäologische Ausgrabungen statt. Der 850. Jahrestag des Falls von Arkona bietet die Gelegenheit, den aktuellen Stand der Forschung zu präsentieren. Forscher verschiedener Disziplinen sind eingeladen, um ihre spannenden Arbeitsergebnisse einem breiten Publikum vorzustellen.
Das Symposium beginnt am 15. Juni um 14 Uhr unter dem Titel „Arkona auf Rügen – die Ausgrabungen: Vorträge und Diskussionen“. Grundsätzliche Fragen zur Gefährdung der Grabung am Kap Arkona stellt der Einstiegsvortrag von Detlef Jantzen dar. Der Dezernatsleiter Archäologie des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege, Archäologie und Denkmalpflege in Schwerin spricht über „Denkmalpflege versus Ostsee – Die Ausgrabungen am Kap Arkona“. Fred Ruchhöft lehrt am Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Greifswald und hat auch Grabungen am Kap Arkona geleitet. Er spricht anschließend über „Arkona – der heilige Ort im Bild der Archäologie“. Der Beitrag „Von Arkona in die Welt – Kultureller Austausch anhand ausgewählter Funde“ wird von drei Referentinnen vorgetragen: Gudrun Ruchhöft, Marika Edmonds und Carolin Janick.
Am 16. Juni beginnt der Tag mit einer fachkundigen Führung über die Burg Arkona, Treffpunkt ist die Schautafel an deren Eingang. Von 11 bis 14 Uhr versammeln sich die Teilnehmenden in der Kulturscheune auf dem Rügenhof Kap Arkona in Putgarten zu Kurzvorträgen und Diskussionen. Jens E. Olesen, der bis 2017 den Lehrstuhkl für Nordische Geschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald innehatte, spricht über „Saxo und die Eroberung Arkonas“, gefolgt von Einblicken in die „Eroberung Arkonas als Teil der dänischen Kreuzzüge“ mit Joachim Krüger, der ebenfalls dort tätig ist. Um „Spuren der Slawen in Dänemark“ geht es in dem Beitrag von Anna-Elisabeth Jensen aus Nykoebing, der Mittelalterarchäologe Felix Biermann spricht über das spannende Thema „Menschenknochen in slawischen Burgen“. Um „Heidentum versus Christentum in Pommern“ geht es Stanislaw Rosik aus Warschau. Ute Marggraff, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald berichte von ihren Forschungen zu „Arkonas Swantewit – zwischen Fakt und Fabel“. Schließlich hält Fred Ruchhöft einen Vortrag über „Arkona in der Neuzeit“.
Am Abend des 15. Juni findet nach einer Führung um 19 Uhr durch die Ausstellung zu dem Pfarrer Ludwig Gotthard Kosegarten (1758 – 1818) im Kosegartenhaus in Altenkirchen eine öffentliche Abendveranstaltung statt. Dabei geht es um den Mythos Arkonas und die Geschichte der Oper. Vorgestellt wird die Oper „Der Fall Arkonas“ von Zdenko Fiebig mit musikalischer Begleitung von Raik Harder und Martin Loeser aus Greifswald.
Das Symposium steht allen Interessierten offen. Der Eintritt zu den Vorträgen in der Kulturscheune und zur Burgwallführung ist kostenfrei. Für die Abendveranstaltung in der Kirche in Altenkirchen wird ein Eintritt von 10 € erhoben (an der Abendkasse zu entrichten).
Aus organisatorischen Gründen wird eine Anmeldung zur Tagung bis zum 13. Juni 2018 erbeten. (lisa.kitz@kap-arkona.de, Telefon 038391 / 130 37)

Weitere Informationen:
www.kap-arkona.de

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