Veranstaltungen im Theater Putbus

Miss Marple-Kriminalstück, Mozart-Oper und Dr. Mark Benecke im Juni

Eine seltsame Anzeige erscheint in der Wochenzeitung des gewöhnlichen kleinen englischen Dorfes Chipping Cleghorn: „Ein Mord wird hiermit angekündigt. Er wird Freitag, den 29. Oktober, um 6 Uhr 30 abends in Little Paddocks verübt. Freunde und Bekannte sind herzlichst eingeladen, daran teilzunehmen. Eine zweite Aufforderung erfolgt nicht.“
Auch für Letitia Blacklock, die Besitzerin von Little Paddocks, ist es eine große Überraschung. Sie richtet sich aber trotzdem darauf ein, am Abend Gäste zu bekommen. Naturgemäß sind die Einwohner des Dorfes von so etwas fasziniert und erscheinen unter Hervorbringung der verschiedensten Ausreden pünktlich um halb sieben in Little Paddocks. Alle versammeln sich im Wohnzimmer. Plötzlich geht das Licht aus, die Tür wird aufgerissen und jemand fuchtelt mit einer Taschenlampe herum. Dann fallen Schüsse … Das Kriminalstück „Ein Mord wird angekündigt – Miss Marple ermittelt“ von Agatha Christie wird vom Berliner Kriminaltheater am 1. Juni um 20 Uhr aufgeführt.

Mit der „Zauberflöte“ gelang dem Duo Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder ein wahrhaft genialer Wurf: ein magisches Spiel, philosophisch und volksnah, tragisch und komödiantisch zugleich. Prinz Tamino wird von der sternflammenden Königin der Nacht ausgesandt, ihre entführte Tochter Pamina aus den Händen Sarastros zu befreien. Um dieses gefährliche Abenteuer bestehen zu können, erhalten Tamino und sein munterer Reisegefährte Papageno ein verzaubertes Glockenspiel und eine magische Flöte, deren Klang im entscheidenden Moment seine Wirkung zeigt. Mozarts letztes Bühnenwerk, das 1791 am Wiener Freihaustheater an der Wieden uraufgeführt wurde, ist weisheitsvolle Märchenoper und Welttheater zugleich. Nicht nur Klassik-Fans kennen die ebenso schrill-absurden wie klanglich beeindruckenden Koloraturen der Arie der Königin der Nacht, das lustige Vogelfängerlied, Taminos romantische Bildnis-Arie, das Hohelied der Liebe zwischen Menschen gleich welchen Standes und die Sarastro-Arie des Verzeihens. Das Theater Vorpommern bringt das Werk am 7. Juni um 19.30 Uhr auf die Bühne.

Ist Dr. Mark Benecke am Werk, ist es längst zu spät. Als Deutschlands berühmtester Kriminalbiologe bereist der „Herr der Maden“ die ganze Welt, um die mysteriösesten Todesfälle aufzuklären und sie in humoristischen Shows vorzustellen. Ein besonderes Faible hegte er von Beginn an für Insekten, die Leichen besiedeln, wovon sich auch sein Spitzname ableitet. Ihm gelingt es wie keinem zweiten, dem interessierten Laien sein Fachwissen virtuos und zugleich verständlich zu vermitteln. Dabei gewährt „Dr. Made“ dem Publikum einen spannenden Einblick in seine spektakulärsten Fälle und die Arbeit eines erfolgreichen Kriminalbiologen unserer Zeit. Anhand seiner Analysen konnten unzählige Straftäter überführt werden. Übersät mit Tattoos und mit zahlreichen Piercings versehen, wirkt Mark Benecke nicht nur wie ein Paradiesvogel, sondern lebt diese Divise auch in vollen Zügen. So ist er beispielsweise Vorsitzender der Transylvanian Society of Dracula, Musiker, Moderator und Präsident von Pro Tattoo. Darüber hinaus veröffentlicht er noch zahlreiche wissenschaftliche Sachartikel, Kinderbücher und Experimentierkästen. Mark Benecke ist mit „Mord im Museum“ am 19. Juni um 20 Uhr zu erleben.

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