Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

haben wir in der vergangenen Ausgabe zu viel Partei für den Naturschutz ergriffen? Heute gibt es Positives zu vermelden, denn die Rote Liste der gefährdeten Fischarten in heimischen Gewässern verzeichnet Zustandsbesserungen! Untersucht wurden 51 Fischarten, die sich zumindest teilweise auch im Süßwasser aufhalten – wie unsere typischen Boddenfische. Und tatsächlich konnte bei 28 Arten Entwarnung gegeben werden, deren Bestände haben sich erholt. Der Aal gehört nicht dazu, doch insgesamt zeigt dies, dass die Bemühungen seit 2002, als die letzte Erhebung vorgenommen worden war, erfolgreich waren. Der Hering ist kein Edelfisch, und ähnlich wie bei der Sardine ist sein Bestand stabil – doch begehrt ist er dennoch! Wir Rügener vermissen sie, die Petri-Jünger und Anglerinnen aus ganz Nordeuropa, die alljährlich auf dem Rügendamm standen, um den fetten Fisch auf seinem Weg zu den Laichgebieten im Flachwasser abzufangen. Seit im Frühjahr vergangenen Jahres ein Angler zu weit ausgeholt und einem PKW eine Schramme versetzt hat, war das Angeln hier und auf der gegenüberliegenden Rügenbrücke sowieso verboten. Naja, es war schon ein wenig kitzelig, wenn man dort mit dem Auto vorbeifuhr, während ein Angler im Eifer des Gefechts nichts mehr wahr-

nahm außer die Silberlinge im Strelasund. Nun wurde ein Metallholm aus Aluminium montiert, der den Überkopfwurf und das Auswerfen langer Angeln verhindern soll. Das Besondere ist: Hier darf eigentlich wegen des Schiffsverkehrs unterhalb der Brücke überhaupt nicht geangelt werden. Nun drücken die Schiffahrtspolizei und auch das Straßenbauamt, das die Genehmig nicht erteilt hat, während des jährlichen Herings- und Hornfischzugs vom 15. März bis 15. Juni ein Auge zu. Sie zählt jedoch darauf, dass alle sich korrekt verhalten und auch gegenseitig kontrollieren. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat sich für eine stärkere Vermarktung im ländlichen Raum eingesetzt, auch das freut uns. Denn nur dann, wenn die gesamte Insel Rügen als ein attraktives Ferienziel erkannt wird, können wir beruhigt in die Zukunft schauen.

Darum wünschen wir den Anglern auf dem Rügendamm „Petri Heil!“ und allen anderen einmal wieder einen frischen Fisch auf dem Teller!

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