50 Meter über dem Meer

Der neue Grümbke-Turm in Neuenkirchen ist Attraktion

Nur wenige entdecken den Nordwesten der Insel Rügen als Ferienziel. Dabei hat sich die Region auf der Halbinsel Lebbin zu einem Geheimtipp für alle entwickelt, die Ruhe und Naturnähe suchen. Wer von der Hauptstraße abbiegt wird mit einem lustigen Schilderwald überrascht, der zeigt, wo es langgeht, nach Silenz 4 oder Silenz 12 oder Silenz 17. Wenngleich Silenz aus dem Slawischen stammt, könnte dies doch das Leitmotiv für die Landschaft werden, die sich hier befindet. Ein Naturlehrpfad bei Zessin, die geschützte Vogelinsel Beuchel, der idyllische Tetzitzer See und die Banzelviter Berge, die am liebevoll restaurierten Rittergut Liddow beginnen. Kleine Fischkutter auf den Bodden, weisse Reiher im Schilf und der Seeadler, der hier häufig seine Kreise zieht, sind weitere Kennzeichen dafür, dass hier das „Silenzium“ regiert. Gastfreundlich sind die Bewohner dieser Gegend bei Neuenkirchen auch noch – es gibt das Hafendorf in Vieregge, Ferienappartements im Gut Grubnow und private Vermieter mit hübschen Wohnungen in früheren Katen.

Nun soll endlich der Grümbke-Turm auf dem Hoch Hilgor wieder den Blick über die Landschaft des Tetzitzer Sees, zur Kirche und zu Schaabe und Ostsee bieten. 1994 wurde der Vorgängerbau errichtet – und was die Gemeinde gerne verschweigt – war zu klein, um eine gute Sicht zu bieten. Vielleicht wuchsen auch die umstehenden Bäume einfach zu schnell. Auf jeden Fall musste er bald erhöht werden. Nun war der hölzerne Bau, der 110 000 Euro gekostet hatte, verrottet und musste sechs Jahre lang gesperrt werden. Im Juli 2017 wurde er abgerissen. Wie der alte Turm, soll auch dieser eine dreieckige Form erhalten. Als Material kommt allerdings verzinkter Stahl zum Einsatz.Er wird nicht nur höher sein, sondern besitzt auch die Möglichkeit, ihn zu erhöhen, sollten die Bäume weiter wachsen.

Bis die kleine Gemeinde von 300 Seelen die Fördermittel und den Eigenanteil in einer Gesamthöhe von 700 000 Euro beisammen hatte, vergingen drei Jahre. Doch nun wird nicht nur der Grümbke-Turm neu errichtet, es soll auch ein Walderlebnispfad entstehen. Der hölzerne Turm war 15 Meter hoch. Damit konnten Besucher sich auf dem „heiligen Berg“ 44 Meter über dem Meeresspiegel befinden – und bei guter Sicht, waren sogar die weißen Klippen der Insel Mön zu sehen. Nun führen die Stufen auf eine Höhe von 50 Metern und die Plattform bietet eine Rundumsicht.

Benannt wurde der Turm nach Johann Jakob Grümbke, der einer der ersten war, der die Schönheiten der Insel Rügen schriftlich festgehalten hat und so dazu beigetragen hat, dass auch die Romantiker Rügen für sich entdeckten. Er wurde 1771 in Bergen auf Rügen geboren und war mit Ernst Moritz Arndt befreundet. Seine Reisebeschreibung „Streifzüge durch das Inselland“ erschien erstmalig im Jahre 1805. Da er in Bergen gestorben ist, befindet sich auch sein Grab in seiner Heimatstadt.

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