Vorwort

Ausgabe April 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

Bärlauch und Winterlinge, Krokusse und Schneeglöckchen, Anemonen und Leberblümchen: Es ist unübersehbar – der Frühling kommt. Die Erinnerung an den Winterblues ist beim besten Willen nicht mehr auffindbar. Doch im März hatte es uns Rügener schwer erwischt. Dichter Schneefall und eisige Winde zogen über Land und machten Straßen unpassierbar. Der Wind fegte den Schnee über riesige Ackerflächen. Kein Baum und kein Strauch, der ihn aufhalten konnte. Und so hatten die Räumfahrzeuge reichlich zu tun. Kluge Autofahrer hatten eine Schaufel und einen Schneeschieber dabei.
Einst sorgten die „Knicks“, wallähnliche Feldbegrenzungen, die oft bewachsen waren, und Sträucher am Straßenrand dafür, dass der Schnee hängen blieb. Auch sonst sollte man den Einfluss der Landwirtschaft nicht unterschätzen. Soeben haben die Stralsunder entschieden, dass auf ihren Rügener Ackerflächen auch weiterhin das umstrittene Glyphosat verteilt werden darf. Es steht in dem Ruf, krebserregend zu sein. Sicherlich kommt es dabei auf die Menge an – doch es gibt Feriengäste, die niemals ein Domizil im Hinterland buchen würden. Nur an der Ostseeküste fühlen sie sich sicher vor dem Pflanzengift. Mag dies übertrieben sein, so regt es doch zum Nachdenken an. Ebenso, wie der Plan zwischen Gingst und Pansevitz einen Windpark zu errichten. Jeder weiß, dass die Gäste vor allem wegen der Natur nach Rügen reisen. Und dies meint ganz umfassend: eine gesunde Natur, eine idyllische Landschaft und schöne Aussichten. Darum engagieren sich auch Menschen, die ansonsten für erneuerbare Energien plädieren, gegen den Windpark im Westen der Insel Rügen. Eher unscheinbar ist hingegen der Star. Wir kennen ihn alle und dennoch wurde er zum Vogel des Jahres gekürt. Seine Bestände gehen zurück und diese Aktion zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, auch den scheinbar kleinen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken.
Auch wir haben in dieser Ausgabe übrigens ein kleines Osterei für Sie versteckt, und dies ist kein Aprilscherz! Finden Sie es und schreiben Sie uns, was oder von wem es ist – per Antwort-Postkarte in dieser Ausgabe oder auch per E-Mail oder direkt über das Kontaktformular unserer neuen Webseite (www.ruegen-aktuell.de). Unter allen Einsendern verlosen wir ein Jahres-ABO unseres Magazins. Also halten Sie die Augen offen, genießen die Natur auf Rügen und bleiben gesund!

Ihre Redaktion

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Familien mit Kindern können auf Rügen alte Osterbräuche in freier Natur ausprobieren Wenn es ganz langsam wieder Frühling weiter

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Ausschreibung beginnt jetzt – Kreative können sich ab sofort anmelden Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, findet weiter

Rügener Apfel

Bio-Edelobstbrand mit Pommerschem Krummstiel Die schon am Baum leuchtenden Früchte des „Pommerschen Krummstiels“, erlangen nach kurzer Lagerzeit so weiter

2. Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer

Auch private Brauer sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe in ganz Deutschland auf der Spur Hobbybrauer aus ganz weiter