Bärlauchwiese Gesund und wohlschmeckend – Bärlauch eignet sich gut für eine Frühjahrskur | Foto: rügen aktuell

Frühjahrskur mit Rügener Bärlauch

Täglich eine Handvoll hilft dem Körper die Wintergifte zu entschlacken

Putbuser müssen nur ihr Näschen aus einem Fenster der klassizistischen Häuser am Circus stecken – dann wissen sie, ob der Frühling endlich angekommen ist. Der leicht zwiebelige Geruch des Bärlauch, der in riesigen Feldern im Park sprießt, zeigt ihn an. Das gesunde Kraut hat die Küchen der Gourmetrestaurants erobert und mittlerweile kann man ihn auch in den großen Discountern einkaufen. Doch Rüganer sparen sich ihr Geld und marschieren in den Park zu Putbus, um ihn zu ernten. Für den Eigenbedarf ist das gestattet. Dabei sollte jedoch nur ein Blatt pro Pflanze gepflückt werden, damit er auch in der Zukunft noch ausreichend sprießt. Wurzeln dürfen nicht ausgegraben werden.

Doch Bärlauch ist nicht nur als Würzkraut und Wildgemüse interessant. Seine besonderen Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Mittel für eine Frühjahrskur. Frische Blätter enthalten rund 0,005 % Allicin, getrocknete rund 0,07 %. Frischmaterial enthält rund 0,5 % Alliin und 0,07 % Methyl-L-cysteinsulfoxid. Neben diesen schwefelhaltigen Verbindungen kommen noch Flavonoide, in Spuren Prostaglandine A, B und F, sowie blattspezifische Lectine vor. Bärlauch soll den Stoffwechsel beleben und das Immunsystem stärken. Das Lauchöl „Alliin“ wurde schon in der Volksmedizin eingesetzt, um die Durchblutung zu fördern. Insgesamt hat die Kombination seiner Wirkstoffe entgiftenden Einfluss auf den Organismus. Schon traditionell wurde Bärlauch bei Magen- und Darmstörungen eingesetzt. In der Naturheilkunde kommt er auch bei Bluthochdruck zum Einsatz. Er regt den Stoffwechsel an, wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und kann sogar gegen Wurmbefall eingesetzt werden.

Wer im zeitigen Frühjahr seinen Körper umfassend entgiften möchte, der kann Bärlauch einsetzen. Am schmackhaftesten ist Bärlauch, wenn er kulinarisch verarbeitet wird. Fein geschnitten in Quark, Butter oder Joghurt, als Pesto mit heimischen Walnüssen und etwas Käse oder auch im Salat entfaltet er sein mildes Aroma. Er kann auch zu milchsauer vergorenem Kimchi verarbeitet werden und sogar die Blüten eignen sich zum Verzehr, beispielsweise, wenn sie wie Kapern eingelegt werden.

Bei einer Kur mit diesem Wildkraut sollte man täglich eine Handvoll Bärlauch essen – dabei ist es unwichtig, ob er als Salat oder anders verarbeitet ist, nur frisch sollte er sein. Kenner sagen, dass man nach dem Genuss des Bärlauchs nicht so stark riecht, wie nach Knoblauch. Doch etwas Rücksicht auf die Mitmenschen ist angesagt. Idealerweise führt man die Kur zwei Wochen lang durch. Das Besondere an dieser Form der Gesundheitspflege ist der regelmäßige Spaziergang zur Ernte in die Natur. Bärlauch wächst in der Regel unter Laubbäumen, die im März und April oft noch wenig belaubt sind und das Sonnenlicht an diese Pflanzen durchlassen. Zwei bis drei Monate nach dem Austrieb vergilben die Blätter durch Erwärmung der oberen Bodenschicht und verströmen dabei den typischen Knoblauchgeruch. Innerhalb dieser Zeit müssen die Samen ausgebildet bzw. in den Zwiebeln wieder genügend Nährstoffe für den Austrieb im nächsten Frühjahr gespeichert sein.

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