Die faszinierende Rügener Kreideküste Die faszinierende Rügener Kreideküste mit ihrem spektakulären Hochuferweg | Foto: Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL, Peter Lehmann

Vorwort

Ausgabe Februar – März 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

Es war schon Mitte Januar, als plötzlich dicke weiße Flocken fielen. Doch reichte das aus, um uns in Winterstimmung zu bringen? Nicht wirklich, denn schon am Tag danach war alles wieder grau und matschig. Regelmäßig in dieser Zeit so kurz nach der Jahreswende sind wir hin- und hergerissen zwischen der romantischen Sehnsucht nach Winterstille und der Vorfreude auf den Frühling. Warten doch tatsächlich schon die ersten Schneeglöckchen auf ihren großen Auftritt und womöglich lauern auch die Anemonen schon. Mit dem Klimawandel ändern sich die Pflanzen, mit den Pflanzen ändern sich unsere Lebensgewohnheiten. Aktuell wird tatsächlich darüber nachgedacht, statt Kohl und Kartoffeln Sojabohnen anzubauen. Nie sind wir so eng mit der Natur verbunden, wie über unsere Nahrung. Darum ist es auch nicht egal, was wir essen und wie es produziert wird. Schön, dass die Tourismuszentrale der Insel Rügen sich die kulinarische Vielfalt zum Jahresthema genommen hat. Denn diese ist schon vorhanden, könnte aber noch breiter auftreten. Kutterfisch in Schaprode, Captain’s Dinner in Binz und frische Sahne von Rügener Kühen sind schon einmal wichtige Eckpfeiler.
Zum Kulinarischen gehört die Kultur und auch dort gibt es spannende Pläne für 2018. Vor 200 Jahren hat Caspar David Friedrich mit seiner geliebten Caroline den Kreidefelsen besucht und später sein berühmtes Bild gemalt. Das Original hängt in der Sammlung Reinhart im schweizerischen Winterthur. Doch der japanische Künstler Hiroyuki Masuyama hat sich vollkommen in das Werk des Romantikers vertieft und re-inszeniert es als Leuchtkasten. Dieses und weitere Werke von ihm zu „CDF“ werden ab Mitte Juni auf Rügen zu sehen sein. Gerade wird darüber gestritten, ob die Treppe zum Königsstuhl wieder restauriert werden soll. Das Nationalparkamt hütet die Schätze der Natur und möchte die Treppe nicht wieder installieren – eine Bürgerinitiative kämpft um ihren Erhalt. Seit dem späten 18. Jahrhundert existierte die Treppe an diesem Ort, es war der auch sonst in Sachen Fremdenverkehr umtriebige Pastor Willich aus Sagard, der sie 1794 erbauen ließ. Damit seine Gäste auch zum Meer hinabsteigen konnten, ließ er 600 Stufen in das Steilufer hauen, wie der Rügener Historiker André Farin berichtet. Wie er schreibt, nutzte auch Wilhelm von Humboldt die Stufen zwischen der Küste und der so genannten „Kleinen Stubbenkammer“.
Damit entlassen wir Sie in das neue Jahr – mit Kultur, Kulinarik und viel Natur!

Ihre Redaktion

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