Grabungsfunde der slawischen Tempelburg-Anlage am Kap Arkona Grabungsfunde aus der slawischen Tempelburg-Anlage am Kap Arkona auf der Insel Rügen | Foto: Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V

Kultur im STRALSUND MUSEUM

Winterferien im Museum, Vortrag zu Rudolf Baier und Burg Arkona, Frauentagsunterhaltung

Capitän Clausnitzer hat eine Seekiste mit geheimnisvollem Inhalt hinterlassen. Erst nach 300 Jahren darf sie geöffnet werden. Mit Spannung erwarten der alte Seefahrer Hans-Peter Schröder und Lucie Clausnitzer gemeinsam mit dem Publikum die Öffnung der Seekiste. Die Sanduhr läuft, ein Zauberspruch – und schon kommen seltsame Dinge zum Vorschein. Hoffentlich nimmt alles ein gutes Ende, denn Seemann Hans-Peter öffnet zum Schluss doch noch die verbotene Muschel …
In bewährter Form mit Live-Musik an vielen Instrumenten, von der Posaune bis zur Ukulele, präsentiert das Musiktheater Cammin die spannenden Erlebnisse und Erinnerungen des alten Capitäns. Es erklingen mitreißende Seemannslieder und Piratengesänge, Tänze der Musambala – Nymphen und andere Meereswesen –, bei denen die Zuschauer mitsingen, spielen, tanzen und die Musik rhythmisch unterstützen müssen. Das Kinderprogramm zum Hören, Sehen und Mitmachen ist für Kinder von circa 5 bis 12 Jahren geeignet und am 8. Februar ab 10 Uhr im Remter des STRALSUND MUSEUMs zu erleben. Karten gibt es an der Museumskasse.

Interessante Themen stehen auch bei den beiden Singletreff-Veranstaltungen auf dem Programm. So geht es am 24. Februar um Museumsgründer Rudolf Baier. Ihm hat das Museum aus Anlass seines 200. Geburtstages eine kleine, aber feine Sonderausstellung gewidmet. Kuratorin Dr. Regina Nehmzow lädt an diesem Samstag eine Stunde vor Museumsschließzeit zu einem gemeinsamen Rundgang im Katharinenkloster ein.
Auf dem nächsten Treffen am 24. März berichtet Archäologin Marika Emonds über die Ausgrabungen am Kap Arkona. Während der Grabungssaison ist sie dort selbst regelmäßig vor Ort und kann so zu den neuesten Erkenntnissen und interessanten Grabungsfunden spannende Informationen vermitteln. Die mittelalterliche Burg Arkona repräsentiert ein Stück europäische Geschichte, handelt es sich doch um das letzte große slawische Heiligtum im südwestlichen Ostseeraum. Mit der Eroberung 1168 durch die Dänen hat sich das Christentum hier endgültig durchgesetzt. Seit 2012 finden jedes Jahr archäologische Ausgrabungen auf der Innenfläche der Burg durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern statt. Das Team um Grabungsleiter Dr. Fred Ruchhöft untersucht dabei vor allem die unmittelbar vom Küstenabbruch gefährdeten Bereiche, bevor diese unwiederbringlich ins Meer stürzen.
Im Vortrag wird Marika Emonds zu den Themen Austausch und Konflikte auf der Burg vor 1168 berichten. Perlen, Silbermünzen und viele andere wertvolle Artefakte belegen Kontakte in viele Regionen zwischen dem Nordmeer und der islamischen Welt. Hunderte Pfeilspitzen weisen auf kriegerische Konflikte mit Wikingern hin, während zahlreiche Fragmente menschlicher Schädel einen in diesem Fall außergewöhnlichen Umgang mit Toten andeuten.

Zwei gestandene Schauspielerinnen präsentieren sich mit „Von großen Männern und von großen Frauen“ zum Internationalen Frauentag 2018 auf der Bühne im Remter. Carmen-Maja Antoni und Jennipher Antoni sind am 8. März um 19.30 Uhr im STRALSUND MUSEUM zu Gast. Mutter und Tochter haben Amüsantes, Kurioses, Schräges von großen Frauen und großen Männern und umgekehrt, von Autoren wie Umberto Eco, Stefan Heym, Robert Gernhardt, Peter Hacks, Kurt Tucholsky sowie anderen im Literaturgepäck.
Carmen-Maja Antoni ist immer wieder in zahlreichen Film,- Fernseh- und Hörspielrollen zu erleben. Außerdem unterrichtet die 72-Jährige als Dozentin an der Filmhochschule „Konrad Wolf“ und an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin. Tochter Jennipher, Jahrgang 1976, ist freie Schauspielerin und arbeitet außer in Film-, Fernseh-, Hörspiel- und Theaterrollen auch als Synchronsprecherin. Für den Frauentag halten sie es vergnüglich im Sinne von Anton Tschechow: „Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten“. Karten gibt es an der Museumskasse.

Weitere Informationen:
Telefon 03831 / 25 36 18

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