Gänsebraten Wer nicht selber braten möchte, der kann den Gänsebraten auch auf dem Erlebnisbauernhof Kliewe in Mursewiek genießen | Foto: Erlebnisbauernhof Kliewe

Das höchste der Gefühle

Gänsebraten zum Fest ist für viele Menschen immer noch ein Klassiker

Alle Warnungen vor zu hohem Cholesterinspiegel helfen nichts. Für viele Menschen ist Weihnachten nur dann perfekt, wenn es auch einen Gänsebraten gibt. Schon zum Martinstag beginnt diese Sehnsucht. Dabei erinnert der 11. November eigentlich an den Heiligen Martin, der einem Bettler seinen Mantel gab, obwohl er selber nichts hatte. Der Legende nach hat der bescheidene Martin sich in einem Gänsestall versteckt, als er von seiner Wahl zum Bischof erfuhr, weil er die große Aufgabe nicht übernehmen wollte. Das laute Schnattern der Gänse habe ihn jedoch verraten und nun müssten sie dafür büßen, die armen Tiere.

Wer die Wahl hat, bestellt rechtzeitig zum Fest eine bio-zertifizierte Gans im Gut Rosengarten oder bei dem Ökohof Thom. Doch auch die frisch geschlachteten Gänse von Bauer Kliewe sind lecker, weil sie auf den Boddenwiesen bei Ummanz aufgewachsen sind. Beim Kauf aus der Tiefkühltruhe sollte man darauf achten, dass die Gans nicht lebend gerupft wurde, ein entsprechendes Siegel informiert darüber. Während Gänse aus Polen oder Ungarn oft aus Intensivhaltung kommen, sind deutsche Gänse zumeist frei laufend groß geworden. Wenn „D/D/D“ auf der Verpackung steht, kann man sicher sein, dass die Tiere in Deutschland geboren, gehalten und geschlachtet wurden. Etwas Mut brauchen alle, die zum Fest eine wilde Kanadagans servieren wollen. Rügener Jäger
schießen sie, sie sind nicht so groß und oft sehr preiswert. Doch man weiß nie so genau, wie alt das Tier ist. Doch wer sich traut, erlebt einen ganz besonderen Genuss. Außerdem trägt er dazu bei, die ansteigende Population zu beschränken.

Die wichtigste Regel bei der Zubereitung eines Gänsebratens ist Geduld. Niedrige Temperatur und ausreichend Zeit braten die Gans quasi von selber. Um eine knusprige Haut zu erhalten, sollte man zwischendurch vorsichtig etwas Fett auslassen, indem man an den fetten Stellen unter den Flügeln und Keulen vorsichtig mit einem Spießchen einsticht.

Zum Gänsebraten auf pommersche Art wird die Gans mit einer Mischung aus Vollkornbrot, Äpfeln, Rosinen, Backpflaumen und Thymian gefüllt und mit Rotkohl serviert. Dazu die Talgdrüse der rund 4,5 Kilogramm schweren Gans sowie die Flomen entfernen, dann innen und außen salzen. Die Füllung hinzugeben und zunähen. Einen Liter Wasser in die Kasserolle geben und im vorgeheizten Backofen bei 160° ca. vier Stunden braten. Wenn die Gans sehr fett ist, zwischendurch Fett abschöpfen. Wenn die Gans gar ist, etwas ruhen lassen und unterdessen den Bratenfond mit etwas Brühe lösen und abschmecken. Ein Schuss Weinbrand kann nicht schaden, etwas Orangensaft oder guter Balsamico ebenso nicht, auch ein wenig Zucker mag außer Salz und Pfeffer nötig sein. Im Idealfall ist auch der Rotkohl selbst gemacht.

Dazu wird 1 Rotkohl fein gehobelt oder von Hand geschnitten und mit kochendem Wasser überbrüht. Dann 1 gehackte Zwiebel, und 2 in Würfel geschnittene Boskop-Äpfel in reichlich Schweineschmalz anbraten. Den Rotkohl hinzugeben, mit Hühnerbrühe und Rotwein bedecken und schmoren lassen. Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Pfefferkörner in einem Mullsäckchen hinzufügen und etwas salzen. Wenn der Kohl anfängt zu schmecken, muss er nachgewürzt werden mit Balsamico-Essig, Zucker und Johannisbeergelee. Auf jeden Fall gilt auch hier: Geduld haben, leise schmoren und am besten einen Tag vorher kochen, denn aufgewärmt schmeckt er noch besser.

18. Küchenparty im Hotel Hanseatic Rügen

Namhafte Köche präsentieren erneut vielfältige Kulinarik im Ostseebad Göhre

weiter

Rügener Fischertage sind Genuss

Tolle Fischgerichte in Restaurants auf ganz Rügen für Einheimische und Gäste „De Hiering kümmt!“, so schallte einstmals im weiter

Sinnlich süße Sommerfrüchte

Kirschen und Erdbeeren verführen zu frischem fruchtigen Genuss

weiter

Vorzügliche Kulinarik in den Raulff Hotels

Gut speisen bei fantastischer Aussicht in Lauterbach, Putbus, Ralswiek und Sassnitz

weiter