Wetter auf Rügen

Werbung

banner

AQUAMARIS Strandresidenz Rügen

Routenplaner

TOP Ausflugstipps

Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

Startseite » Rügen aktuell » Unterwegs » Reederei Ostsee Tour » U-Boot H.M.S. Otus

U-Boot H.M.S. Otus

 

Erlebniswelt U-Boot H.M.S. OTUS

Ein lebendiges Museum auf der Insel Rügen im Stadthafen Sassnitz

 

Schon das dritte Mal hieß es am Sonnabend, dem 14. Mai, mit Tränen in glücklichen Augen – UNSER SCHIFF, DIE ALTE H.M.S. OTUS, LEBT NOCH! Aus dem Mund von vier Engländern, Christopher Thomas, Steve Clark, Matthew Munday und Nick Charter, alle von 1987/88 bis zur Außerdienststellung 1990/91 auf der H.M.S. OTUS in Funktion als Maschineningenieur, Funker, Radar- und Sonarexperte. Sie waren sich einig, das Schiff ist altersentsprechend in einem sehr guten Zustand! „Der Einsatz auf dem U-Boot war unser Leben und hat jeden von uns geprägt. Die letzte Generation auf der OTUS, dass waren wir. Fast alle sind noch am Leben und in Verbindung. Wir kommen wieder mit weiteren Kameraden!“


Diese vier Engländer, Teil der letzten Besatzung der H.M.S. OTUS, besuchten unlängst das alte U-Boot im Sassnitzer Hafen                                                                Foto: Erlebniswelt U-Boot GmbH

 

Jedes Museum lebt mit Originalen. Und mit Menschen wie diesen, die selbst in jungen Jahren diese Technik bedienten und besondere Details zum Leben auf diesem Schiff beitragen können, wird Geschichet wieder lebendig. Für Stunden waren die einzelnen Sektionen gefüllt mit Begeisterung, persönlichen Erlebnissen und Erklärungen zur Funktion des Torpedoraumes, dem Umgang mit dem Sonar des Schiffes, der Luft, den Tauchzeiten, den Maschinen mit den Generatoren, dem Strom, dem Funkverkehr, dem Umgang mit Wasser und vielem mehr. So war zu erfahren, dass die Verpflegung zu Beginn eines Einsatzes auch im Torpedoraum gelagert, das Schiff im 2-Wachsystem gefahren wurde und Neuzugänge im jungen Besatzungsbereich auch in der 2-Kojenbelegung fuhren. Der Wasserverbrauch beschränkte sich pro Besatzungsmitglied auf das „Frischmachen“(Zähne putzen)! Einzig der Koch durfte sich jeden Tag waschen. Alle vier Besatzungsmitglieder waren sich einig: „Der Kapitän stank genauso wie wir“! Interessant auch die Erzählung von Christopher Thomas – 30 Jahre im Dienst der Royal Navy –, dass die OTUS durch eine Fehlflutung beinahe verloren ging. Der Torpedoraum wurde fast völlig und der folgende Mannschaftsraum bis zur Hälfte geflutet. Um das Schiff zu retten, wurden die Kugelschotten zum Torpedoraum sowie der Zentrale geschlossen. Im Torpedoraum verblieb Taff (Christopher Thomas), der sich über den Notausstieg in 80 m Tiefe in einer Luftblase ohne Ausrüstung retten konnte. Dann schaute er sich im Torpedoraum um und jedem Zuhörer war klar, er war wieder in der Situation, „zu Hause – auf seinem ehemaligen Schiff“.
Ein weiteres Ereignis verbindet Taff mit dem U-Boot – OTUS wurde am 17. Oktober 1962 auf Kiel gelegt – an diesem Tag wurde Taff geboren.
Von allen vier Gästen wurde mit ungezügelter Freude ein Probeliegen in den ehemaligen Kojen angenommen und wieder kam es den jetzigen anwesenden U-Boot Mitarbeitern so vor, als wenn sie für kurze Zeit zur Besatzung dieser großartigen Seeleute gehörten.
Interessant – ein Nachsehen in den Ecken ihrer ehemaligen Kojenfächer, brachte kleine eigene Gegenstände hervor: eine kleine Kunststoffschachtel mit einer Sicherung sowie eine Nasenklammer, welche zum Übungstauchen aus dem U-Boot benutzt wurde, winzige aber wichtige Details aus dem Bordleben.
Die Insel Rügen, den Hafen Sassnitz mit dem U-Boot OTUS werden diese vier Seeleute nicht vergessen!
Das U-Boot Museum und seine Mitarbeiter freuen sich schon heute auf 2012 und wird alle herzlich aufnehmen! Für alle noch lebenden ehemaligen Besatzungsmitglieder der OTUS – sie leben von der Südküste Englands bis zur Nordküste Schottland verteilt – mit ihren Familien und Freunden werden Rügen und Sassnitz ein Anziehungspunkt sein.
Das technische Museum H.M.S. OTUS der Erlebniswelt U-Boot GmbH verbindet das Interesse an der Welttauchgeschichte mit viele gleichartigen Museen in Deutschland, Frankreich, den USA, Chile, Kanada, Australien und Brasilien. In vielen neuzeitlichen geschichtlich-marinetechnischen Nachschlagewerken sowie im Internet, ist das in Sassnitz liegendes U-Boot der OBERON Klasse zu finden. Versehen mit den Angaben des Liegeplatzes in Sassnitz auf der Insel Rügen. Das Museum verzeichnet Besucher aus allen Teilen der Welt und trägt zunehmend zum bekannt werden der Insel Rügen und der Stadt Sassnitz bei.


U-Boot-Museum und Reederei Ostsee-Tour mit Webcam weltweit immer im Bild

 

U-Boot H.M.S. OTUS                                                               Foto: Reederei Ostsee-Tour

 

Alle Rügen Interessierte haben seit einem Jahr die Möglichkeit, per Mouse-Klick auf den Sassnitzer Stadthafen zu blicken. Auf der Internetseite der Erlebniswelt U-Boot,www.hms-otus.de ist eine Webcam installiert. In luftiger Höhe auf dem alten Feuerwehrturm werden regelmäßig Bilder geschossen und ins Netz gestellt. Im Fokus ist nicht nur die H.M.S. OTUS zu sehen, sondern auch die Fahrgastschiffe Cap Arkona, Binz und Marco Polo der Reederei Ostsee-Tour und wunderschön die Hafeneinfahrt von Sassnitz mit dem Leuchtturm. Besucher der Homepage erhalten umfassende Informationen vom Museum und können jetzt neu auch optisch einen Eindruck vom britischen U-Boot der „H.M.S. OTUS" der „Oberon Class" bekommen. Her Majesty’s Submarine OTUS versah 28 Jahre lang im ersten U-Boot Geschwader der Royal Navy seinen Dienst und war mit 68 Mann Besatzung u.a. im Persischen Golf und vor den Falkland Inseln im Einsatz. Die 90,70 m lange und 8,10 m hohe OTUS wurde von 2 Diesel-Elektromotoren angetrieben und konnte getaucht (bis 300m Tiefe) eine Geschwindigkeit von 17,5 Knoten erreichen. Den Namen „Silent Hunter“ erhielt das U-Boot auf Grund der Verwendung von Hochfertigungsstahl zur Fertigung des Druckkörpers in Zweihüllenweise und einer Reihe von Modernisierungen bei Bewaffnung und Sonarsystemen. Zu seiner vorerst letzten Reise wurde das 1991 stillgelegte U-Boot in den Stadthafen Sassnitz geschleppt, wo es jetzt neben dem alten Fähranleger als technisches Museum für Besucher zugänglich ist. Hervorzuheben ist die fast vollständig erhaltene Einrichtung, welche so bildhaft die Arbeits- und Lebensbedingungen detailgetreu nachvollziehen lässt. Durch die Installierung einer Multimedia-Anlage lassen Soundtracks in den einzelnen U-Boot Abteilungen dies noch realistischer werden.
Ein besonderes Erlebnis und ein Muss für Rügen Besucher ist eine Schiffsfahrt zum Kennen lernen der faszinierenden Kreideküste und der verschiedenen Landschaftsstrukturen. Neben dem Stadthafen Sassnitz, der vielen Fischereifahrzeugen und Fahrgastschiffen als Heimathafen dient, besitzt die Seebäderküste Rügens imposante Seebrücken, von denen, attraktive Schiffsfahrten angeboten werden. Die Reederei Ostsee-Tour mit seinen Motorschiffen, MS Cap Arkona, MS Binz, Marco Polo bietet täglich Schifftouren von den Seebrücken Göhren, Sellin, Binz und dem Stadthafen Sassnitz endlang der Kreidefelsen bis zum Königstuhl an. Unser Tipp: Freie Fahrt für Kinder bis 14 Jahren in Begleitung ihrer Eltern täglich auf den Vormittagstour der MS Cap Arkona.

 

Weitere Informationen/Abfahrtzeiten:
Erlebniswelt U-Boot GmbH
Hafenstraße 12 Haus J
18546 Sassnitz

Telefon 038392/3150
www.reederei-ostsee-tour.de

 

 


nach oben