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Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

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Unterirdische Eins

 

Unterirdische Eins

Eine Erzählung aus der Sammlung "Negür" von Harald Gehrke

 

Unter dem Stachelbeerstrauch, ganz nah der Wurzel, hatte der alte Harms endlich den Eingang zum Reich der Unterirdischen entdeckt. Er drückte die stachligen Zweige zur Seite und schob das volle Wasserfass auf die Luke. Zwerge, Trolle, ach was soll es, dachte er. Seine Trude tat ganz närrisch nach ihnen und nun war Schluss damit.
Mattes saß unter einem Löwenzahnblatt und schaute lächelnd zu, wie der Alte sich plagte. Er hatte gewusst, dass Walter den Zugang irgendwann finden würde. Deshalb hatte Mattes sich von seinem Freund dem Fuchs zeigen lassen, wie man Irrgänge anlegt und Ausgänge an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Zum Beispiel: Unter den Dielen in dem mit Schilf gedeckten Haus.
Nun schaute er dem Alten nach, um sich, als dieser um die Hausecke bog, weiter mit seiner zauberhaften Blume für Trude, Walters Frau, abzumühen. Sie musste noch gefällt werden. Es ist eine riesige grüne Blume, mit schwertbreiten stachligen Blättern und violetten Blüten.

Endlich lag sie. Mattes zog sie nun durch das hohe Gras bis an das Gartentor.
Am Nachmittag, als Walter mit seiner Frau Trude wieder in den Garten schlurfte, um nach dem rechten zu sehen, er traute Trollen nämlich nicht, entdeckte er die Distel.
Immer wieder standen absonderliche verwachsene Zweige, trockene Gräser oder einfach nur irgendwelches Unkraut am Tor. Walter wusste nicht, was Trude damit wollte. Er, Walter, trug es dann wieder aus dem Haus und warf es auf den Kompost, so wie jetzt gleich die Distel bevor Trude sie bemerken konnte.
Trude aber lächelte versonnen und ging nach dem Abendbrot noch einmal in den Garten. Die Distel stand wieder am Gartentor und war wieder die zauberhafte Blume mit den violetten Blüten....

Die Erzählung rügen aktuell freundlich von Rügen-Porzellan und Laden und Garz zur Unterhaltung der geneigten Leserschaft überlassen.

Illustrationen: Annett Geldschläger

 

 


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